E-SUV Cupra Tavascan soll in Serie gehen

E-SUV Cupra Tavascan soll in Serie gehen

Dienstag, 27. Oktober 2020

Im vergangenen Herbst durften wir darüber berichten, dass die Seat-Performance-Tochter Cupra mit dem Tavascan Concept eine Studie auf der Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert. Schon damals wurde in Erwägung gezogen, das sportliche Elektro-SUV künftig in Serie zu bringen. Dieses Vorhaben nimmt ganz offenbar Gestalt an. Cupra-Markenchef Wayne Griffiths, der zugleich Vorstandschef bei Seat ist, hat sich dazu unter anderem in einem Interview mit der „Automobilwoche“ geäußert. Der Cupra Tavascan könnte demnach in absehbarer Zukunft Realität werden.

Erst seit Anfang dieses Monats ist Griffiths bei Seat auf dem Posten des Vorstandschefs aktiv. In besagtem Gespräch mit dem Magazin bezeichnet er das Elektroauto als „unser Traumauto“. Er verriet zudem, dass der Hersteller daran arbeite, den Cupra Tavascan als Serienmodell anzubieten – „damit dieser Traum Wirklichkeit wird“, wie er hinzufügte. Seiner Auffassung nach nimmt das SUV-Coupé eine wichtige Bedeutung für die Marke Cupra ein und zugleich auch für Seat.

Cupra Tavascan seitliche Ansicht von hinten

Im vergangenen Jahr nannte das Unternehmen eine Leistung von 306 PS (225 kW) für den Stromer, der binnen 6,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schnellt. Zudem erlaubt der 77 kWh große Akku eine Reichweite von rund 450 Kilometern nach dem in Europa geltenden WLTP-Zyklus. Die aktuellen Statements sollen jedoch noch nicht als eine offizielle Ankündigung für die Serienproduktion des Cupra Tavascan verstanden werden.

In einem anderen Interview hat Griffiths die Ausrichtung der beiden Marken Seat und Cupra kommentiert. Im Gespräch mit „Edison“ stellte er klar, dass beide auch künftig weiterbestehen. Zuvor kursierten Gerüchte, dass Seat eingestellt und der Fokus auf Cupra gelegt werden könnte. Beide Marken profitierten voneinander und böten die Möglichkeit, verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Auch solle Cupra nicht als das E-Auto-Label von Seat verstanden werden – beide Vertreter sehen sich künftig als Anbieter von Batteriefahrzeugen. Gemäß ihrer Bestimmung ist Cupra jedoch die sportlicher ausgerichtete Marke.

Seat Cupra Tavascan Concept Elektroauto
Fotos: Cupra / Seat (3)

Mit dem Cupra el-Born bringen die Spanier Ende des kommenden Jahres ihr erstes Elektroauto auf den Markt, das auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) der Konzernmutter Volkswagen basiert. Gebaut wird der Stromer im sächsischen Zwickau. Neben dem Cupra Tavascan stellt Markenchef Griffiths noch einem weiteren Stromer in Aussicht. In der „Automobilwoche“ brachte er „ein kleines Elektroauto auf MEB-Basis unterhalb des el-Born“ ins Gespräch.