Elektroauto kaufen

Ein Elektroauto kaufen

Der globale Ölpreis schwankt, die Reserven der fossilen Brennstoffe gehen zuneige und Abgase und Lärm belasten zunehmend die Umwelt – es lassen sich viele Gründe nennen, warum die Zulassungszahlen von Elektroautos stetig steigen. Die Mobilität befindet sich im Wandel hin zum elektrischen Antrieb. Insbesondere in Städten führt zuletzt die Debatte über Fahrverbote von Dieselfahrzeugen zu einem Umdenken. Macht die Anschaffung eines E-Autos zum jetzigen Zeitpunkt schon Sinn und sind die auf dem Markt erhältlichen Modelle ausgereift?

Wer sich als Privatperson mit diesen oder ähnlichen Fragen auseinandersetzt, sieht sich dabei vermutlich einigen Ungewissheiten gegenübergestellt. Welche Aspekte müssen denn eigentlich bei der Anschaffung eines Elektroautos berücksichtigt werden? Das beginnt bei der simplen Überlegung, welches Elektroauto von welchem Hersteller es denn eigentlich sein soll. Ist ein Kauf die bessere Wahl oder empfiehlt sich doch ein Leasing? Und dann ist da noch die Frage, ob sich mit elektrischen Autos tatsächlich Geld im Unterhalt sparen lässt. Weiterhin ist vielen unklar, wie es um die Reichweite und die Haltbarkeit bestellt ist und wie das Aufladen vonstattengeht.

Worauf beim Kauf eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs zu achten ist, haben wir hier für dich zusammengefasst.


Elektroauto

1. Marktüberblick: Welche Elektroautos gibt es?

Die Produktpalette an Elektroautos, die bereits zum Kauf angeboten werden, erstreckt sich bereits über alle Fahrzeugkategorien. Vom Kleinwagen, wie dem eUp von Volkswagen über Kompaktwagen, beispielsweise der Nissan Leaf als weltweit meistverkauftes Elektroauto, bis hin zur Luxuslimousine – dem TESLA Model S, gibt es in jeder Fahrzeugkategorie Angebote. Auch familientaugliche Fahrzeuge wie der siebensitzige Van Nissan e-NV Evalia sind erhältlich. Einzig die Vielfalt an verschiedenen Fahrzeugen in den einzelnen Kategorien ist vergleichsweise nicht so groß wie bei Pkws mit Verbrennungsmotoren. Aktuell gibt es noch keinen Hersteller, der ein Fahrzeugsortiment über alle Modellgrößen vorweisen kann.

2. Der Akku: Energiebündel und entscheidendes Kriterium

Der Akku eines Elektroautos ist eine der wichtigsten – wenn nicht sogar die wichtigste – Komponente. Der Grund ist offensichtlich: Er dient als Energiespeicher und übernimmt damit gewissermaßen die Rolle des Tanks bei Verbrennerfahrzeugen. Von seiner Kapazität hängt im Wesentlichen ab, wie weit der Nutzer mit einer Akkuladung kommt.


Elektroauto Akku

 

Doch nicht nur die Reichweite des Elektroautos, sondern auch den Preis wird durch ihn entscheidend beeinflusst. Der Akku ist in aller Regel das teuerste Bauteil des Fahrzeuges. Mit steigender Kapazität nimmt auch der Preis zu. Die gute Nachricht an dieser Stelle: Die Entwicklung der letzten Jahre hat bereits deutlich gemacht, dass Akkus immer günstiger werden. Je größer die Nachfrage nach E-Autos ist, umso mehr Batterien werden produziert. Das wiederum lässt nach und nach die Herstellungskosten sinken. Laut Zahlen der DEKRA ist eine ganz klare Tendenz zu erkennen: Eine Batterie mit 25 kWh Kapazität kostete 2010 noch 22.500 Euro. Dagegen soll ihr Preis 2020 bei lediglich 3.750 Euro liegen. Im Schnitt sinken dadurch auch die Gesamtkosten der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge. Etwa 3,2 Prozent günstiger dürften sie nach Schätzungen des Instituts gegenüber einem Verbrenner 2020 bereits sein. Zudem trägt die technische Weiterentwicklung Früchte und die Energiedichte für Akkuzellen wird sich weiter verbessern.

2.1 Akku mieten oder kaufen?

Gerade weil der Akku das kostenintensivste Bauteil des Elektroautos ist, schürt es beim Kunden die Angst vor einem möglichen Defekt oder Ausfall des Akkus. Dies haben die Hersteller erkannt und reagiert. Fast alle Elektroautos werden mit einer verlängerten Sondergarantie für die Akkus angeboten. In der Regel gilt die Garantie fünf bis acht Jahre beziehungsweise bis zu 160.000 Kilometer Laufleistung. Alternativ wird der Energiespeicher wahlweise auch zur Miete angeboten. Der Kunde kauft demnach das Auto ohne den Akku. Dieser wird über eine monatliche Zahlung vom Automobilhersteller nur gemietet. Die Rate hängt von Faktoren wie der geplanten Mietdauer und der Kilometerleistung ab. Überschreitet der Fahrer die Kilometergrenze, kommen zusätzliche Gebühren hinzu. Das sind in aller Regel geringfügige Centbeträge für jeden weiteren Kilometer.

Der Vorteil der Akkumiete für den Kunden liegt in der Haftung bei Schadensfällen außerhalb der üblichen Garantie. Der kostenlose Austausch einer schadhaften Batterie ist dann vom Hersteller vorzunehmen.

Fahrzeug inklusive Akku kaufenAkku mieten
keine zusätzlichen monatlichen Leasing-Ratengeringerer Kaufpreis, dafür monatliche Gebühren
Garantie meist 5 bis 8 Jahre auf Akkusjährliche Kilometergrenze wird vereinbart, bei Überschreiten entstehen zusätzliche Kosten
außerhalb der Garantie ist Akkuaustausch teuerkostenloser Austausch bei Defekt oder Kapazitätsverlust
Akku ist Eigentum des Fahrers, somit kann das Fahrzueg auch weiterverkauft werdenFahrer bleibt Mieter des Akkus und ist an Regelungen gebunden (z.B. ist bidirektionales Laden d. h. kombiniertes Laden / Entladen untersagt, Weiterverkauf nicht möglich)

2.2 Die Reichweite des Akkus

Schafft das Elektroauto die ausreichende Strecke um den Alltag zu bewältigen? Eine der häufigsten Fragen, wenn es um Elektromobilität geht. Statistisch fährt ein PKW in Deutschland täglich knapp 38 Kilometer. Wer seinen Bedarf einmal genau unter die Lupe nimmt, stellt dabei oftmals fest, dass die Reichweite des auserkorenen Fahrzeugs nicht zwangsweise mehrere hundert Kilometer betragen muss. Sehr allgemein gefasst, schaffen die auf dem Markt vertretenen E-Modelle zwischen rund 100 Kilometern bis zu mehr als 500 Kilometern.

Beim Kauf eines Elektroautos sollte man für die Reichweitenangabe beachten nach welchem Fahrzyklus diese Angabe erhoben wurde. Es gibt drei Erhebungsverfahren: den NEFZ (Neue Europäische Fahrzyklus), den WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure, d.h. sinngemäß weltweit einheitliches Testprozedere für Leichtfahrzeuge) und die US-amerikanische Angabe gemäß EPA (Environmental Protection Agency). Am häufigsten ist der NEFZ-Wert angegeben, der harscher Kritik ausgesetzt ist. Die Angaben sind meist weit entfernt von realen Reichweiten und führen oft zu Verwirrung und Vertrauensverlust bei Kaufinteressenten. Orientieren solltest du dich am WLTP-Wert. Dieser kommt zumeist nahe an die wirklich zu erzielenden Reichweiten heran. Eines sollte in Sachen Reichweite nicht außer Acht gelassen werden: Wie bei einem Verbrennungsmotor hängt es auch vom jeweiligen Fahrstil ab, wie lang eine „Tankladung“ ausreicht. Am besten ist es, das anvisierte E-Auto zu testen und dabei zu schauen, wie der Stromverbrauch beispielsweise auf einer Strecke von 100 Kilometern liegt, um die Gesamtreichweite einschätzen zu können.

3. Ladeinfrastruktur

Vom Akku ist der passende Übergang zum Aufladen gegeben. Hier geht es darum, wo das Elektroauto mit neuer Energie „betankt“ werden kann. Statistiken zufolge laden die meisten Menschen aktuell zuhause auf. Das trifft auf rund 80 Prozent aller Nutzer zu. Dieser Umstand ist natürlich naheliegend, da das Elektroauto komfortabel über Nacht mit neuer Energie versorgt werden kann. Künftig wird der Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur dafür sorgen, dass das Auto während der Arbeit, dem Einkaufen oder während des Sports angesteckt werden kann.


Elektrotankstelle für Elektroautos

3.1 Zuhause aufladen, Anschaffung einer Wallbox

Wer über eine eigene Garage, ein Carport oder ein Stellplatz in einer Tiefgarage verfügt, hat verschiedene Optionen einen eigenen Ladepunkt zu schaffen. Einer der entscheidenden Faktoren sind die Nähe des Parkplatzes zu einer Stromquelle und wie viel Strom anliegt. Für den privaten Parkplatz daheim empfiehlt sich grundsätzlich eine Wallbox. Die Installation der Wallbox kostet zwischen 500 und 2.000 Euro je nach baulichen Maßnahmen und Ladeleistung der Wallbox. Bestenfalls bietet der Fahrzeughersteller diese sogar in Kombination mit dem E-Auto an. Mittlerweile gibt es dazu zahlreiche Anbieter und man sollte die Möglichkeiten bei Wallboxen vergleichen. In dem Zusammenhang ist es empfehlenswert, auch Solaranlagen auf Carport oder anderen Dachflächen in Betracht zu ziehen. Im optimalen Fall „tankst“ du dein Elektroauto mit Sonnenlicht.

3.2 Was, wenn daheim keine Lademöglichkeit besteht?

Sofern die Möglichkeiten zuhause nicht gegeben sind, bieten sich dennoch weitere Optionen. Immerhin finden sich deutschlandweit Ladestationen und das Netz wird kontinuierlich erweitert. Es bleibt also zu prüfen, ob im privaten Umkreis eine komfortable Schnelllademöglichkeit existiert. Alternativ lässt sich das Elektroauto am Arbeitsplatz laden. Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber über eine Lademöglichkeit lohnt allemal, da es diverse steuerliche Anreize gibt. Detailliertere Informationen dazu findest du in der Rubrik E-Förderung.

4. Die Frage nach den Kosten eines E-Autos

Fakt ist, wer bei dem Gedanken an Elektromobilität nur die Anschaffungskosten betrachtet, wird immer zu dem Ergebnis kommen, dass Elektroautos teurer sind. Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit, denn für eine sinnvolle Kostenbetrachtung sind die sogenannten Betriebskosten (auch laufende Kosten genannt) ebenso zu berücksichtigen.

Was gilt es bei der Anschaffung neben dem Kaufpreis alles zu berücksichtigen? Wie verhält es sich mit Unterhaltskosten bei einem Elektroauto? Gibt es Besonderheiten bei der Versicherung und Besteuerung? Was lässt sich wirklich beim Verbrauch sparen und wann kann sich der Kauf eines emissionsfreien Fahrzeugs wirklich rentieren?

4.1 Anschaffungskosten und Förderung

Der in aller Regel höhere Kaufpreis eines Elektroautos gegenüber eines Verbrenners hängt hauptsächlich mit den aktuell noch hohen Batteriepreisen und dem großen Aufwand für Forschung und Entwicklung der neuen Motorenkonzepte zusammen.

In Deutschland bietet die Bundesregierung einen Anreiz durch die Kaufprämie für E-Autos. Über das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) kannst du bis neun Monate nach dem Kauf eine Prämie von 4.000 Euro erhalten. Sie hat noch bis Ende Juni 2019 Gültigkeit. Die Höhe der Vergünstigung teilen Bundesregierung und Hersteller untereinander zu gleichen Teilen auf. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Netto-Listenpreis des Fahrzeuges von 60.000 Euro nicht überschritten wird – ansonsten greift die Förderung nicht. Einen Mindestbetrag gibt es unterdessen nicht. Entscheidend ist vor allem, dass das Elektroauto nach dem 18. Mai 2016 gekauft wurde und ein Neuwagen ist.

Ausgeschlossen sind von der Kaufprämie

  • Jahreswagen
  • Gebrauchtfahrzeuge
  • Tageszulassungen
  • Modelle mit einem Netto-Listenpreis von mehr als 60.000 Euro

Davon abgesehen ist für die Genehmigung der Förderung noch von Bedeutung, dass das Fahrzeug für den Zeitraum von mindestens sechs Monaten in Deutschland zugelassen wird. Im Übrigen lässt sich von der Prämie auch beim Leasing Gebrauch machen.

4.2 Unterhaltung, Wartung, Versicherung

In den laufenden Kosten ist das Elektroauto sparsamer als die Konkurrenz mit Diesel oder Benzin im Tank.

Beim Verbrauch von Treibstoff beziehungsweise Strom liegt das erste große Einsparungspotenzial. Allgemein überschlagen, verbraucht ein aktuelles E-Auto durchschnittlich circa 15 bis 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Bei einem Strompreis von etwa 0,25 Cent ergibt das um die 5,00 Euro für Strom. Hierbei legen wir den Preis für Haushaltsstrom zugrunde. Beziehst du einen sonderlich günstigen Nachtstrom oder stehen dir möglicherweise eigene Energiequellen wie Solarpanels zur Verfügung, sinkt diese Ausgabe weiter. Möglicherweise gestattet dir dein Arbeitgeber sogar kostenloses „Stromtanken“ während der Arbeitsdauer. Ein Benzinmotor kostet aktuell bei 7,5 Litern Verbrauch auf 100 Kilometern immerhin 10,80 Euro. Rechne dir einfach aus, wie viel Geld du bei 10.000 Kilometern pro Jahr in drei bis vier Jahren allein dadurch einsparen kannst.

Die geringeren Wartungskosten sind ein weiterer Aspekt, der für das Elektroauto spricht. Warum soll ein elektrisch betriebenes Auto weniger Wartung benötigen? Das liegt vornehmlich daran, dass es signifikant weniger Verschleißteile gibt. Anfällige Komponenten wie Zündkerzen, Zylinder, Zahn- und Keilriemen oder eine Lichtmaschine gibt es schlichtweg bei Elektroantrieben nicht. Kostenintensive Wartungsarbeiten wie ständige Ölwechsel entfallen beim „Stromer“. Auch weniger Bremsenverschleiß wirkt sich kostenmindernd aus. Durch Rekuperation – also die Energierückgewinnung während des Bremsens – wird das Fahrzeug durch die Motorbremse verzögert. Somit gibt es weniger mechanischen Abrieb an Bremsklötzern und Bremsscheiben. Alles in allem gilt als grober Richtwert ein Drittel Einsparungspotential zum „Verbrenner“. Die häufigste Angst vor den Kosten eines defekten Akkus kann übrigens in den meisten Fällen durch eine verlängerte Herstellergarantie genommen werden. Nahezu alle Fahrzeugproduzenten geben für den Akku eine Sondergarantie zwischen fünf und acht Jahren.

Was die Versicherung betrifft, sind keine markanten Unterschiede zu Verbrennerfahrzeugen zu konstatieren. Erforderlich ist auch bei E-Autos grundsätzlich nur eine Haftpflichtversicherung. Optional lässt sich zusätzlich eine Teilkasko- oder Vollkasko-Police abschließen. Achte hierbei darauf, dass der Akku inbegriffen ist. Einige Versicherungen bieten inzwischen spezielle Tarife für Elektroautos an. Dort sind beispielsweise die Ladesäulen und Kabel zum Fahrzeug mitversichert. Auch der Schutz vor Nagetierschäden an Kabeln ist hier eine sinnvolle Ergänzung. Da auch die Versicherer Elektromobile fördern, gibt es teilweise Wechselprämien oder sonstige Anreize, wenn eine solche Versicherung abgeschlossen wird.

4.3 Steuerliche Vorteile und weitere Vorzüge

Was die Kraftfahrzeugsteuer für das E-Auto betrifft, so kann sich der Fahrer die ersten zehn Jahre entspannt zurücklehnen. Der Grund: Die Regelung in Deutschland sieht eine Befreiung für eben diese Dauer vor. Die Voraussetzung ist, dass der Kauf des Wagens bis zum 31. Dezember 2020 erfolgt.

Diesen steuerlichen Anreiz hat die Bundesregierung geschaffen, um die verkündete Zahl von 500.000 bis einer Million E-Autos bis 2020 zu erreichen. Während Fahrzeuge mit Verbrennungstechnologie nach Ihrem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und Hubraum besteuert werden, berechnet sich nach der steuerfreien Zeit die E-Autosteuer nach Gewicht. Je angefangene 200 Kilogramm kostet das Auto ab 5,625 Euro Steuer. Das bedeutet konkret: Ein zwei Tonnen (2000 Kilogramm) schweres Auto würde 57 Euro Kfz-Steuer pro Jahr kosten und wäre damit immer noch wesentlich günstiger als Verbrenner. Zwar gibt es keine Kaufprämie für die Anschaffung eines gebrauchten E-Autos, die Steuerbefreiung greift aber dennoch. Ein vier Jahre alter Wagen ist dann noch für sechs Jahre steuerfrei unterwegs.

Ein weiterer steuerlicher Vorzug: Bekommt der Besitzer eines Elektroautos von seinem Arbeitgeber die Erlaubnis, das Fahrzeug während seiner Arbeitszeit an der Firmenladesäule mit neuer Energie zu versorgen, bestünde laut regulärer Gesetzgebung ein geldwerter Vorteil für den Mitarbeiter. Diese Regelung ist für die Elektromobilität vorübergehend entkräftet. Der Arbeitgeber kann das als betriebliche Ausgaben verbuchen. Der Arbeitnehmer braucht bei der Steuererklärung keine gesonderte Anzeige machen.

Zukünftig plant die Bundesregierung noch eine weitere wichtige Ergänzung: Aktuell wird die Besteuerung von Firmenwagen in privater Nutzung mit einem Prozent des Brutto-Listenpreises vorgenommen. Hier wird von der sogenannten 1%-Regel gesprochen. Das bedeutet vereinfacht, dass der Nutzer monatlich ein Prozent des Fahrzeugwertes von seinem Brutto-Gehalt an das Finanzamt zahlt, sofern kein Fahrtenbuch geführt wird. Die Absichten der neuen Koalition sehen hier eine Minderung für E-Autos auf 0,5 Prozent vor. Die private monatliche Abgabe für ein betriebliches Elektroauto würde sich somit halbieren.

Neben diesen steuerlichen Vergünstigungen für E-Autofahrer gibt es einige nennenswerte Annehmlichkeiten ohne direkte Auswirkungen auf den Geldbeutel. Unter anderem dürfen zum Teil Busspuren genutzt werden oder Parkplätze in Stadtzentren oder Parkhäusern sind zum Aufladen freigehalten. Zufahrtsbeschränkungen aufgrund von Lärm oder Abgaswerten in Innenstädten entfallen für E-Autos.

5. Fazit zum Kauf eines Elektroautos

Macht ein Elektroauto Sinn? Bewerte einfach die hier aufgeführten Punkte nach deiner persönlichen Situation. Besonders für Berufspendler, als Familien-Zweitwagen oder für Firmen zur Mitarbeiterbindung sind Elektroautos bereits lohnenswert. Ein wichtiger Punkt ist bisher völlig außen vor geblieben: der Fahrspaß! Lass dir eine Probefahrt mit einem E-Auto nicht entgehen. Die Kraftentfaltung und Geräuschlosigkeit werden dich faszinieren. Für Langstreckenfahrer ist die Kernaussage: Es gibt E-Autos mit mehr als 400 Kilometern Reichweite und – sofern die circa 20 Minuten Wartezeit am Schnelllader an der Autobahn einkalkulierbar sind – spricht auch dabei einiges für ein E-Auto.

Die Einsparungen durch Steuern, Stromtanken und niedrigere Wartungskosten sind bedeutend, aber auch der ökologische Effekt eines Elektroautos spielt eine wichtige Rolle. Lokal emissionsfrei unterwegs heißt, du verursachst für die unmittelbare Umgebung keinerlei Schadstoffe durch das Fahren eines E-Autos!

Checkliste vor dem Elektroauto Kauf

  • Täglich zu fahrende Strecke überprüfen: Brauche ich wirklich hunderte Kilometer Reichweite?
  • Wie häufig sind Langstrecken zu bewältigen?
  • Wie viel Platz brauchst du in deinem Auto wirklich? (Mitfahrer, Laderaum)
  • Wo bieten sich Gelegenheiten zum Aufladen (Zuhause, Arbeitsstelle)? Kann eine Ladestelle errichtet werden? (Wallbox)
  • Fördermöglichkeiten beanspruchen: Kaufprämie und sonstige Vergünstigungen berücksichtigen.