Alle Elektroautos in unserer Übersicht

Unsere Elektroauto Fahrzeugdatenbank verschafft dir einen Überblick zu sämtlichen, in Deutschland erhältlichen Modellen aus 2018, 2019 und 2020. In der Detailansicht erhältst du sämtliche Eckdaten von der Reichweite über die Ladeleistung bis hin zu Extras und Ausstattungsvarianten. Die ausführliche Fahrzeugbeschreibung verrät alles Wichtige zum jeweiligen Design des E-Autos, technischen Features, dem Akku und der Motorleistung.

FILTER WEMADO CHRISTIAN

Elektroautos in Deutschland: Eine Übersicht

Längst sind E-Autos keine Randerscheinung mehr und werden nicht mehr nur als Trend behandelt. Die Bemühungen aller Hersteller zeigen, dass die Unternehmen die Zukunft elektrifiziert betrachten. Der Wandel vom Verbrennungsmotor zum lokal emissionsfreien Antrieb kommt. Ein weiterer Beleg für das Vertrauen in die Elektromobilität ist das deutliche intensivierte Marketing für Stromer.

Die renommiertesten deutschen Autobauer haben eigene Marken ins Leben gerufen, unter deren Namen in den kommenden Jahren eine wachsende Modellpalette kontinuierlich ausgebaut wird. Welche Elektroautos bereits erhältlich sind, welche Neuerscheinungen uns in absehbarer Zeit erwarten und wie es aktuell um den Markt in Deutschland bestellt ist, verrät dir unsere Übersicht.

1. Elektroauto-Datenbank: Ausschließlich reine Stromer

E-Autos.de ist das Portal in Deutschland, welches sich mit Elektromobilität im reinen Sinne beschäftigt. Dementsprechend umfasst unsere Fahrzeugdatenbank ausschließlich Modelle, die nur über einen E-Antrieb verfügen und sich ihre Energie aus einem Akku beziehen. Beim Wandel vom Fahren mit fossilen Brennstoffen zur E-Mobilität verstehen wir unterdessen Hybride eher als eine Übergangslösung.

Als Hybride werden Fahrzeuge bezeichnet, die sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor nutzen. Es gilt noch, eine Unterscheidung zwischen Plug-in-Hybriden und klassischen Hybriden zu treffen. Plug-in-Hybride lassen sich an der Steckdose laden, während das bei reinen Hybriden über den Verbrennungsmotor geschieht.

Da es sich hier jedoch eher um einen Kompromiss zwischen zwei Antriebsarten handelt, finden in unserer Übersicht nur Autos Berücksichtigung, die rein elektrisch unterwegs sind.

2. Die derzeit wichtigsten Anbieter und ihre Modelle

Vermutlich ist bei den meisten der Name Tesla als erste Assoziation präsent, wenn es um Elektroautos geht. Das mag auch berechtigterweise so sein – schließlich gilt das Unternehmen aus Palo Alto in Kalifornien als der Pionier der Branche. Das erste Modell veröffentlichte die Marke bereits 2008 mit dem Tesla Roadster. Seitdem ist das Angebot an Batteriefahrzeugen deutlich gewachsen und wird stetig erweitert. Aber dass der Markt unlängst wesentlich vielseitiger geworden ist und sich zahlreiche Hersteller mit ihren Elektroautos positioniert haben, zeigt die nachfolgende Auswahl.

2.1 Volkswagen

Wird über Autos made in Germany gesprochen, darf der Name VW in keiner Aufzählung fehlen. Aber auch im Bereich der Elektromobilität entwickeln sich die Wolfsburger mit rasanter Geschwindigkeit zu einer wichtigen Größe. Das Debüt bestritt Volkswagen 2013 mit dem e-Up. Dafür haben die Niedersachsen das bereits vorhandene Modell aus ihrer Fahrzeugpalette modifiziert und den Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antriebsstrang ausgetauscht. Dieses Prinzip wird auch als Conversion Design bezeichnet. Es kommt auch beim zweiten E-Auto von Volkswagen zur Anwendung, dem e-Golf. Nach diesen Anfängen plant VW mit milliardenschweren Investitionen eine Neuausrichtung, die sich auf Elektromobilität konzentrieren soll.

2.2 Audi

Deutlich mehr Zeit als VW hat sich Audi für sein erstes Elektroauto genommen. Der e-tron wurde im September 2018 präsentiert und ließ sich kurz darauf vorbestellen. Im März 2019 begannen die Ingolstädter mit der Auslieferung des Batterie-SUVs. Der Stromer ist der erste seiner Art, der optional Kameras anstelle klassischer Seitenspiegel verbaut hat. Während in einigen Ländern wie den USA noch keine Erlaubnis für das Feature bereitsteht, ist es in Deutschland erlaubt. Praxistauglichkeit beweist der Audi e-tron mit seiner Reichweite von über 400 Kilometern und Schnellladungen: Innerhalb von einer halben Stunde ist der Akku wieder zu 80 Prozent mit Energie gefüllt.

Elektroauto Übersicht Audi e-tron, Foto: Audi AG ©

2.3 Tesla

Natürlich führt an dieser Stelle kein Weg daran vorbei, auch über Tesla zu sprechen. Immerhin gestaltet sich die Modellpalette der US-Marke besonders umfangreich und die Elektroautos sind allesamt auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Dabei sortieren sich die Limousine Model S und das SUV Model X im gehobenen Preissegment ein. Dafür bekommen die Käufer jedoch Fahrzeuge, deren Reichweiten, grob beschrieben, bei etwa 500 Kilometern liegen und Höchstgeschwindigkeiten mit bis zu 250 km/h in Aussicht stellen. Kostengünstiger ist dafür das Model 3, das als Mittelklassewagen zu verstehen ist. In diese Kategorie gehört auch das Model Y, das als Kompakt-SUV hierzulande 2021 erscheint.

Tesla Modellpalette
ModellnameVerfügbarkeit in DeutschlandFahrzeugtyp
Roadstervon 2009 bis 2012Roadster
Model Sseit 2013Limousine
Model Xseit 2016SUV
Model 3seit 2018Limousine
Model Yab Anfang 2021 Kompakt-SUV
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Tesla Elektroautos am Supercharger, Foto: Tesla Inc. ©

2.4 Renault

Dem französischen Hersteller Renault gelang es mit dem ZOE, das meist verkaufte Elektroauto in Europa zu etablieren. Seit 2013 ist der Kleinwagen auf den deutschen Straßen unterwegs und wird entweder inklusive des Akkus oder alternativ mit Batteriemiete angeboten. Mit dem Twizy hat Renault zudem eine besondere Sparte erschlossen: Es ist als Übergangsmodell zwischen einem Zweirad und einem konventionellen Pkw zu verstehen. Mit dem Kangoo ZE und dem Master ZE komplettieren derzeit zudem zwei E-Nutzfahrzeuge die Palette elektrisch angetriebener Automobile.

Renault ZOE Verkaufszahlen
201320142015201620172018
Deutschlandweit1.0191.4981.7872.8044.3226.360
Europaweit8.87411.32311.84514.61431.93239.469
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Renault E-Modellpalette, Foto: Renault ©

2.5 Nissan

Mit Elektroautos untrennbar verbunden ist auch der Name der Marke Nissan. Die Japaner stellen mit dem Leaf das weltweit am häufigsten verkaufte Elektroauto. Ihr Debüt feierte die erste Generation schon 2010, bevor die zweite 2018 erschien. Der Stromer wird in den drei Ausstattungslinien Acenta, N-Connecta und Tekna angeboten.

Nissan Leaf Verkaufszahlen
2011201220132014201520162017
Deutschlandweit214518558129481.121841
Weltweit21.67425.97846.42958.75040.56846.96339.187

Ein weiteres, hierzulande erhältliches Modell mit rein elektrischer Seele ist der Nissan e-NV200 Evalia. Der Transporter eignet sich aufgrund seines großzügigen Platzangebots als Familienfahrzeug. Ohne den Zusatz Evalia gibt es den e-NV200 zudem als Kastenwagen für Gewerbekunden.

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Nissan Leaf und Nissan e-NV200, Foto: Nissan ©

2.6 BMW

Auf der Beliebtheitsskala der beliebtesten Elektroautos der Deutschen rangiert der BMW i3 auf den vorderen Plätzen. Das Fahrzeug ist dank seiner kompakten Maße insbesondere für den Stadtverkehr bestimmt und verfügt über ein markantes Design mit hohem Wiedererkennungswert. Die Münchener haben den Stromer in den Jahren seit seinem Markstart 2013 mehrmals mit einem leistungsstärkeren Akku versehen. Zudem bieten sie mit dem i3s eine noch sportlichere Version an. Zu einer der Besonderheiten des E-Autos gehört die Fahrgastzelle, die aus Carbon besteht.

Weiterentwicklung des BMW i3
201320162018
Akkukapazität22 kWh33 kWh42,2 kWh
Energiedichte
Batteriezellen
60 Ah94 Ah120 Ah
Reichweite nach NEFZ190 km300 km359 km

2.7 Hyundai und Kia

Die beiden südkoreanischen Fahrzeugbauer Hyundai und Kia sind Partner, wodurch sich die von ihnen auf den Markt gebrachten Modelle teilweise die wichtigsten technischen Komponenten teilen. Das trifft beispielsweise auf den Kia e-Niro und den Hyundai Kona zu, bei denen es sich um zwei SUVs handelt. Des Weiteren bietet Hyundai den Ioniq an und Kia den kastenförmigen Mini-Van Soul EV.

3. Elektromobilität hat einen Namen: Die Submarken der Hersteller

Um die Modelle mit alternativem Antrieb besser von den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor abzugrenzen, rufen etablierte Hersteller Submarken ins Leben. Unter diesem Branding sind dann die entsprechenden Wagen zusammengefasst. In aller Regel kennzeichnet der Name allerdings nicht nur Elektroautos, sondern auch Hybride oder Ausführungen mit Wasserstoff-Antrieb. Bei einem Blick auf die renommiertesten deutschen Anbieter fällt auf, dass sie eine solche Marke ins Leben gerufen haben. Wie sie heißen, was sich hinter dem Namen verbirgt und welche Besonderheiten es gibt – hier erfährst du es.

3.1 VW ID.

Kein anderer Fahrzeugbauer definiert seine Ziele dermaßen offensiv und ambitioniert, wie es Volkswagen tut. Geht es nach den Vorstellungen der Niedersachsen, soll der Konzern zum weltweit größten Produzenten von Elektroautos avancieren. Für die kommenden Jahre plant VW eine große E-Mobilitäts-Offensive. Ein kompletter Abschied vom Verbrennungsmotor ist zumindest langfristig gesehen nicht ausgeschlossen.

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Volkswagen ID.-Familie, Foto: Volkswagen AG ©

Die Batteriefahrzeuge werden in Zukunft in der ID.-Familie vereint sein – so lautet die offizielle Bezeichnung der Submarke. Das Kürzel hat VW deswegen gewählt, weil es jedem Fahrzeug eine eigene ID, also eine eigene Identität verleihen möchte. Die ursprüngliche Schreibweise trennte die beiden Großbuchstaben durch einen Punkt. Ende 2018 änderte Volkswagen dies und setzt den Punkt nur noch hinter das ID. Dieser steht dann zwischen dem Markennamen und dem jeweiligen Modell. Die Ziffern von 1 bis 9 sollen in Zukunft einem entsprechenden Fahrzeug zugewiesen werden. Je niedriger die Zahl, desto kompakter fällt das E-Auto aus.

2020 wird der ID.3 als erster Neuankömmling der ID.-Familie erscheinen und etwas kleiner sein als der VW Golf. Lange Zeit galt nur der Codename Neo als bekannt. Mit dem ID. Buzz, als familientauglichen Kleinbus, dem mit einem Tiguan vergleichbaren ID. Crozz, dem Passat ähnelnden ID. Aero sowie dem ID. Lounge als Ableger des VW Atlas, bereitet der Konzern weitere Stromer aller Größenordnungen vor.

3.2 Audi e-tron

Die Marke Audi e-tron wurde 2009 ins Leben gerufen. Seitdem veröffentlichen und entwickeln die Ingolstädter Plug-in-Hybride und Elektroautos unter dieser Bezeichnung. Ebenso wie die Produktmarke heißt auch das erste Modell, das ausschließlich über einen E-Antrieb verfügt. Der e-tron als Oberklasse-SUV feierte 2018 Premiere. Die Produktion erfolgt zudem im CO2-neutralen Werk in der belgischen Hauptstadt Brüssel.

Weitere rein elektrische Modelle der Zukunft stehen ebenfalls in den Starlöchern. Der e-tron Sportback ist das Pendant zum e-tron, als Coupé gestaltet. Zudem wird das sportliche E-Coupé e-tron GT Ende 2020 in Produktion gehen. Als kompaktes SUV ist der Q4 e-tron vorgesehen.

Marktstart der Audi Elektroautos
ModellMarktstart
Audi e-tronAnfang 2019
Audi e-tron SportbackEnde 2019
Audi e-tron GTEnde 2020
Audi Q4 e-tronEnde 2020

3.3 Mercedes EQ

Emotion und Intelligenz – für diese beiden Kernwerte des Unternehmens Mercedes Benz steht die 2016 gegründete Submarke EQ. Weitere Eigenschaften, welche die Stuttgarter mit dem Branding verknüpfen, sind ein Maximum an Fahrspaß, ein hohes Maß an Sicherheit, ein attraktives Modelldesign und eine absolute Alltagstauglichkeit.

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Mercedes Benz User Experience (MBUX), Foto: Mercedes Benz ©

Unter Mercedes EQ werden nicht nur alle künftigen Elektroautos des Fahrzeugbauers entstehen, sondern auch die mit ihnen verbundenen Dienstleistungen und Produkte, wozu beispielsweise die Wallboxen oder auch Energiespeicher-Lösungen für das eigene Zuhause gehören. Ein wichtiger Bestandteil, der die E-Mobilitätsstrategie der Stuttgarter berührt, ist Mercedes MBUX. Es verkörpert die Kurzform von „Mercedes Benz User Experience“. Das beschreibt ein Multimediasystem, das in den Modellen verbaut wird. Es verfügt über eine künstliche Intelligenz, die sich individuell auf den Fahrer und seine Bedürfnisse einstellt. Mit dem Kommando „Hey Mercedes“ wird MBUX aufgeweckt und per Sprachsteuerung bedient.

Die wichtigsten Funktionen des MBUX

  • Sprachsteuerung und Gestensteuerung
  • Navigation inklusive Angaben zum Straßenzustand / Witterungsverhältnissen
  • individualisierte Informationen wie für den Nutzer interessante Ziele
  • Fahrerprofile (bestehend aus Lieblingssendern, Gewohnheiten, Einstellungen)
  • Erinnerungen, um geplante Termine pünktlich wahrzunehmen
  • Zugriff auf verschiedene Musik-Streaming-Dienste
  • persönlich anpassbares Display
  • Spiele, um Wartezeiten im stehenden Zustand zu überbrücken
  • regelmäßige, automatische Updates

3.4 BMW i

Der Münchener Autobauer gründete seine Submarke „i“ im Jahr 2011, die mit dem Slogan „born electric“ – elektrisch geboren – an den Start ging. Auch hier sind unter diesem Branding Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zusammengefasst. Als erster Vertreter erschien 2013 der Kompaktwagen BMW i3. Das nächste, rein elektrische Modell der i-Familie ist der angekündigte BMW iNEXT, eine Limousine, die mit reichhaltiger Ausstattung und Selbstfahr-Technik aufwartet.

Die Formensprache der Elektroautos soll sich auch in Zukunft am Design der Muttermarke orientieren und gleichzeitig mit diversen Elementen auf die moderne Mobilität verweisen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Farbe Blau, die der bayerische Hersteller als Wiedererkennungsmerkmal von BMW i etablieren möchte. Ein blauer Ring umgibt daher auch das typische Firmenlogo. Der Farbton verkörpert nach Auffassung des Unternehmens Effizienz und Nachhaltigkeit. Das verdeutlicht nicht nur die Antriebsart der Fahrzeuge, sondern auch deren Materialien. Dank eines speziellen Recyclingkonzepts ist etwa der i3 das erste serienmäßige Auto, das eine Karosserie aus kohlestofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) besitzt. Zugleich wurden teils regenerative Energien für die Produktion genutzt.

4. Elektroautos und die Strategien der Hersteller

Wie lassen sich Batteriefahrzeuge möglichst attraktiv für die potenzielle Käuferschaft konzipieren? Ein entscheidendes Kriterium, mit dem alles steht und fällt, ist die Praxistauglichkeit. Nur mit einer zufriedenstellenden Reichweite sowie möglichst kurzen Ladezeiten lässt sich diese gewährleisten. Gleichwohl spielt zweifelsohne der Preis eine nicht minder große Rolle. Damit die aktuell noch recht hohen Kosten, die insbesondere für den Akku aufzubringen sind, nicht unmittelbar auf den Kunden abgewälzt werden, müssen die Hersteller auf Effizienz bei der Produktion achten. In diesem Kapitel soll es um Strategien der Branche gehen, um E-Mobilität als massentaugliche Lösung zu etablieren.

4.1 Hauseigene Plattformen

Drei Buchstaben, die in aller Munde sind, wenn es um die Elektromobilität der Zukunft geht: MEB. Es ist die Kurzform der zugegeben etwas umständlichen Bezeichnung „Modularer E-Antriebs-Baukasten. Dahinter verbirgt sich eine spezielle Technologie des Volkswagen-Konzerns. Mit ihr sollen Batteriefahrzeuge in Zukunft möglichst effizient und simpel gefertigt werden können. Das Prinzip sieht ein variables Baukastensystem vor, das sich für eine Vielzahl an Modellen verwenden lässt. Aufgrund der Bodenplatte ist auch salopp von einem Skateboard die Rede. Ein Heckantrieb erweist sich dabei als ebenso möglich wie ein Allradantrieb. Zwischen den beiden Achsen ist ausreichend Platz, um den Akku im Fahrzeugboden unterzubringen. Vorteile sind ein langer Radstand, kurze Überhänge und ein niedriger Schwerpunkt.

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Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB), Foto: Volkswagen AG ©

Der MEB eignet sich vom Kleinwagen bis hin zu Modellen mit langem Radstand, beispielsweise einem Kleinbus. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Fahrzeugen nutzt dafür die gleichen technischen Bauteile. VW stattet die Modelle seiner ID.-Familie mit der Plattform aus und auch die zum Konzern gehörenden Marken wie Seat, Skoda oder Audi greifen auf die Technologie zurück. Zudem bietet Volkswagen den Baukasten externen Herstellern an.

Derartige Plattformen erleichtern das Entwickeln neuer Elektroautos und finden auch bei anderen Marken ihre Anwendung. Ein weiteres Beispiel ist das eCMP-System des PSA-Konzerns, zu dem Peugeot, Citroen, DS, Opel und Vauxhall gehören.

4.2 Ein Modell – verschiedene Akkugrößen

Bekanntermaßen ist der Akku das Bauteil eines Elektroautos, welches vornehmlich den Preis steigen lässt. Je größer die Produktionszahlen der Hersteller in Zukunft sein werden, umso eher sinken diese Kosten. Um jedoch schon jetzt an der Preisschraube zu drehen, bieten sich alternative Lösungen. Besonders gängig dabei ist, nur das Fahrzeug zu verkaufen, den Akku jedoch zu vermieten. Dementsprechend fällt eine monatliche Gebühr an. Sollte es zu einem Schadensfall des Energiespeichers kommen, tauscht ihn der Hersteller kostenfrei aus.

Ein anderer Weg besteht darin, ein Modell mit verschiedenen Batteriegrößen anzubieten. Als aktuelle Beispiele können etwa der Hyundai Kona Elektro oder der e.Go Life genannt werden. Daraus vermag zwar eine geringere Reichweite resultieren, dafür sinken aber auch die Anschaffungskosten. Tesla vertraut auf dieses Prinzip bei all seinen zuletzt erschienenen E-Autos: Das Model S, Model X, Model 3 und künftig auch das Model Y werden mit verschieden großen Akkus veröffentlicht. Der Zusatz „Long Range“ gibt zu verstehen, dass es sich um die Ausführung mit der größten Reichweite handelt.

4.3 Kontinuierliche Weiterentwicklungen

Stillstand passt freilich nicht in eine Branche, die der Mobilität verschrieben ist. Permanente Weiterentwicklungen sind daher nahezu selbsterklärend. Das trifft auch auf die Verbesserung bereits bestehender Elektroautos zu. Auch an dieser Stelle mag einmal mehr Tesla als Beispiel dienen. Durch die Internetkonnektivität der Fahrzeuge empfangen sie regelmäßig sogenannte Over-the-Air-Updates. Über das Display im Cockpit wird der Nutzer darüber informiert, dass eine Aktualisierung für seinen Wagen bereitsteht. Per Mobilfunk gelangen diese dann auf das System und können neue Funktionen oder konkrete Verbesserungen bescheren.

Elektroautos Übersicht Grafik OTA Updates

Weiterentwicklungen in einer anderen Hinsicht lassen sich auch beim Blick auf die Akkus nachvollziehen. Exemplarisch ist hier BMW mit seinem i3 zu nennen. Im Laufe der Jahre legten die Münchener mehrmals einen leistungsfähigeren Energiespeicher nach. Durch die gewachsene Kapazität stieg in der Konsequenz auch die Reichweite – gegenüber der ersten Generation hat sie sich verdoppelt. Davon blieb die physische Größe des Akkus unberührt. Möglich wurde dies durch den Einsatz neuer Batteriezellen mit höherer Energiedichte.

5. Angebot an Elektroautos

Rückblickend betrachtet, ist der Markt an Elektroautos in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Zeiten, in denen nur eine Handvoll von Fahrzeugen in Frage kam, sind vorüber. Die Branche befindet sich im Auftrieb und so haben sich etwa alle deutschen Hersteller unlängst mit mindestens einem Modell positioniert sowie weitere angekündigt. Gestiegen ist demnach auch die Anzahl der Neuzulassungen von Elektroautos.

Inzwischen lässt sich sagen, dass das Angebot denkbar vielseitig ausfällt. Kleinstwagen für den reinen Einsatz in der Stadt finden sich ebenso auf dem Markt wieder wie Sportwagen oder geräumige Modelle für Familien. Auch die preisliche Gestaltung ist denkbar breit gefächert. Eine konkrete Übersicht zu Elektroautos in Deutschland soll in diesem abschließenden Punkt gegeben werden.

5.1 Die Preise: Von günstig bis zum Luxussegment

Ein Elektroauto ist tatsächlich bereits zu einem Preis deutlich unterhalb der 10.000 Euro erhältlich. Konkret handelt es sich dabei um den Renault Twizy, der als Leichtfahrzeug mit zwei Sitzplätzen angeboten wird. Der Stromer mag aufgrund seiner kompakten Maße freilich kein Modell für alle Lebenslagen sein. Um allerdings im urbanen Bereich mobil zu bleiben und die lästige Parkplatzsuche abzukürzen, ist der Twizy zweifelsohne eine Option.

Als vollwertiges Elektroauto mit Platz für vier Personen fährt der Kleinwagen e.Go Life vor. Er stammt aus der Entwicklung des Aachener Startups e.Go Mobile, an das wiederum die Hochschule RWTH der Stadt angeschlossen ist. Der Stromer steht in drei Ausführungen zur Auswahl, deren elektrische Leistung variiert. Mit der günstigsten Variante, dem e.Go Life 20, lassen sich rund 100 Kilometer Reichweite realisieren. Der Basispreis liegt bei weniger als 16.000 Euro. Bis zu 145 Kilometer mit einer Akkuladung absolviert die stärkste Version, der e.Go Life 60.

In einer ähnlichen Kategorie sind weitere Kleinwagen wie der C-Zero von Citroen, der i-MiEV der Marke Mitsubishi sowie der Peugeot iOn und die Smart Elektroautos unterwegs. Reichlich Auswahl präsentiert sich im Mittelklasse-Segment. Hersteller wie Hyundai, Opel oder Kia haben sich hier bereits mit einem oder gar mehreren Modellen positioniert. Die Reichweiten betragen mehrere hundert Kilometer. Für größere Familien empfiehlt sich etwa der Transporter e-NV200 Evalia aus dem Hause Nissan. Die Premiumklasse bedient nicht allein Tesla mit dem Model S oder dem Model X. Audi und Mercedes sowie Jaguar sind hier ebenfalls mit leistungs- und reichweitenstarken E-Autos vertreten.

5.2 Die Auswahl: Vom Kleinstwagen bis zum Familienauto

Schon jetzt deckt das Angebot an Elektroautos jeden denkbaren Bedarf ab. Wer vor allem kurze Wege im innerstädtischen Verkehr zurücklegen muss, wird vom Renault Twizy ebenso angesprochen wie von der reichhaltigen Auswahl an Klein- und Kleinstwagen. Ein Fahrzeug, das sowohl einen Spaßfaktor liefert, als auch Familientauglichkeit unter Beweis stellt, präsentiert sich mit dem Citroen E-Mehari. Der Stromer ist an die legendären Strandbuggys angelehnt und beispielsweise als Auto für die Sommermonate oder als Zweitwagen geeignet.

Die Nachfrage nach SUVs wächst kontinuierlich. Nur die logische Konsequenz ist demnach, dass auch viele Marken für diesen Wunsch die passenden Lösungen präsentieren. Hierzu gehören neben dem Model X auch der e-tron von Audi, der Mercedes EQC oder der Crossover Jaguar I-Pace. Kompaktere SUVs empfehlen sich unterdessen mit dem Kia Soul EV, dem Kia e-Niro oder auch dem Hyundai Kona. Für Familien oder, um viele Dinge auf einmal zu transportieren, ist der Nissan e-NV200 Evalia der passende Partner.