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Förderungen von E-Autos für Unternehmen

*UPDATE 21.07.2021* 

Bedingt durch die COVID-19 Pandemie, hat die deutsche Regierung ein Konjunkturpaket zu Revitalisierung der Wirtschaft verabschiedet. Inbegriffen sind verschiedene finanzielle Anreize unter anderem zur Anschaffung von Elektroautos.

Wir haben euch hier die wichtigsten Vorteile und steuerlichen Anreize zum Einsatz von E-Autos in Unternehmen aufbereitet:

Steuerliche Anreize bei Elektroautos

Setzt du in der Flotte deines Unternehmens auf E-Autos, profitierst du von einer Reihe an Anreizen begünstigt. Die Regelungen führen daher nicht allein zu einem vorübergehenden Erlass der Kfz-Steuer, sondern berühren auch den Nachteilsausgleich der Dienstwagenbesteuerung sowie die Lohnsteuer und ein Sonderabschreibungsrecht.

Kfz-Steuer bei E-Autos

Die Kfz-Steuer entfällt bei einem E-Auto für zehn Jahre und mindestens bis zum 31. Dezember 2030 gemäß dem neu erlassenem Konjunkturpaket vom 12 Juni 2020.

Anschließend, so sieht es der Paragraph 9 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) Stand Heute vor, gilt aktuell für die Fahrzeuge eine Ermäßigung. Sie liegt bei 50 Prozent gegenüber des für Verbrennungsfahrzeuge üblichen Steuersatzes. Grundsätzlich hat diese Steuerbefreiung ausschließlich für reine E-Autos Bestand, nicht aber für Hybride, bei denen noch ein Verbrennungsmotor für die Reichweitenverlängerung eingebaut ist. Berechnet wird die zu zahlende Summe auf der Grundlage des zulässigen Gesamtgewichts (zGG).

Rechenbeispiel

Zulässiges Gesamtgewicht des FahrzeugsBerechnungsgrundlage pro angefangener 200 kg
bis maximal 2.000 kg5,625 Euro
von 2.001 bis 3.000 kg6,01 Euro
von 3.001 bis 3.500 kg6,39 Euro

Beispiel: E-Auto als Firmenwagen mit zGG von 3.200 Kilogramm.

  1. Durch das Gewicht von 3.200 kg fällt das Fahrzeug in Kategorie 3, welcher alle Modelle von 3.001 bis 3.500 kg zuzuordnen sind. Somit wird die Berechnungsgrundlage von 6,93 Euro pro angefangene 200 Kilogramm auf den Plan gerufen.
  2. 3.200 kg / 200 kg = 16 (kein Auf-/Abrunden nötig)
  3. 16 x 6,39 Euro Berechnungsgrundlage = 102,24 -> abgerundet auf 102 Euro.

Für das Rechenbeispiel würden für einen Dienstwagen mit einem Gesamtgewicht von 3.200 Kilogramm dann 102 Euro an Kfz-Steuer anfallen. Ob diese Steuerberechnung nach Gewicht jedoch Realität wird, ist stark zu bezweifeln. In diesem Jahrzehnt sind E-Autos KfZ-steuerbefreit.

1%-Regel für Mitarbeiter – Nachteilsausgleich Dienstwagenbesteuerung

E-Autos haben im Vergleich zu konventionellen Autos in der Regel einen höheren Anschaffungspreis. Damit sich das Elektroauto auch bei der Wahl des nächsten Dienstwagen lohnt, wurde durch die Bundesregierung bereits 2013 ein Anreiz gesetzt. E-Autos sind im Preis bei Anschaffung teuerer als vergleichsweise Autos, bringen jedoch mittelfristige Einsparungen durch günstigeren Betriebskosten (Verbrauch, weniger Wartungskosten, keine KfZ-Steuer) und sind umweltverträglicher. Was genau sind also die Vorteile bei einem elektrischen Dienstwagen:

  1. nur 0,25 % statt 1 % muss als monatlich geldwerter Vorteil versteuert werden, wenn dein E-Auto inklusive Ausstattung nicht mehr als 60.000 Euro Brutto-Listenpreis aufweist.
  2. nur 0,5 % statt 1 % muss als monatlich geldwerter Vorteil versteuert werden, wenn dein E-Auto inklusive Ausstattung über 60.000 Euro Brutto-Listenpreis aufweist.
  3. Pauschale Versteuerung mit 30 Cent pro Kilometer für den Arbeitsweg bei mehr als 47 Tagen pro Jahr wird im gleichen Maße angepasst. Also nur ein Viertel von 30 Cent bei günstigeren E-Autos beziehungsweise die Hälfte bei Elektroautos über 60.000 Euro Fahrzeugwert.

Lohnsteuervorteile beim Laden

Seit 1. Januar 2017 haben weitere Regelungen Gültigkeit, die das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer berühren. Es geht dabei insbesondere um den Fall, wenn ein privates E-Auto beim Arbeitgeber aufgeladen wird. Bisher handelte es sich ähnlich wie Geschenke, um einen lohnsteuerpflichtiger Sachbezug. Nun kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern den Strom zum Laden von E-Autos ohne Abrechnung zur Verfügung stellen.

Der Arbeitgeber kann einem Arbeitnehmer außerdem eine Ladesäule oder Wallbox für den privaten Bereich kostenfrei zur Verfügung. Man spricht von einer Überlassung einer Wallbox. Der Unterschied zwischen Schenken oder auch dem beliebten Leasing von Mitarbeiten über die Firma (beliebt oft bei Consumer Electronics in Mitarbeiter Kaufprogrammen), ist bei der Installation und Überlassung hat der Arbeitgeber keinerlei Anrecht auf den Rückbau oder die Rückgabe der Wallbox bei Ausscheidens des Mitarbeiters. Dies ist die Bedingung, um nicht als Geldwerten Vorteil zu gelten.

Auch der geladene Strom in einen elektrischen Dienstwagen ist vom Arbeitgeber subventionierbar. Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Vergütung.

Variante eins ist eine Pauschale Subvention durch das Unternehmen in Höhe von 70 Euro, wenn es am Arbeitsplatz direkt keine Lademöglichkeit gibt und in Höhe von 30 Euro, wenn die Möglichkeit besteht beim Arbeitgeber kostenlos zu laden. Die Variante zwei ist eine Kilowattstunden genaue Abrechnung des verbrauchten Stroms Zuhause. Hierzu ist wichtig das ein MID-konformer Stromzähler eingesetzt wird. Wir haben deshalb eine spezielle Wallbox für Dienstwagenfahrer im Sortiment. Bei der Wallbox Elvi von EVBox ist der MID-konforme Stromzähler nämlich direkt integriert, schaut gerne mal rein … zur Wallbox für Dienstwagen

Kaufprämie für Elektroautos

Neben den steuerlichen Erleichterungen lässt sich bei der Anschaffung von E-Autos im gewerblichen Bereich von einem Zuschuss bei der Anschaffung profitieren. Gleichermaßen für Privatpersonen und Unternehmen gibt es vom Bafa (Bundesamt für Ausfuhr und Wirtschaft) den Umweltbonus. Dieser besteht aus einem Anteil des Bundes und einem Anteil des Automobilherstellers. Zusätzlich wurde bedingt durch die Pandemie 2019 die Innovationsprämie eingeführt, die den Anteil des Bundes nochmals verdoppelt. Was heißt das genau und wie viel Geld gibt es?

Umweltbonus für reine E-Fahrzeuge

Der Umweltbonus meint nichts anderes als den Zuschuss für den Erwerb eines E-Autos. Neben Privatpersonen können auch Unternehmen davon Gebrauch machen. Vereine, Stiftungen sowie Körperschaften sind ebenfalls eingeschlossen.

Als Umweltbonus beträgt pro Elektroauto 6.000 Euro zuzüglich weiterer 3.000 Euro Innovationsprämie. In Summe ergibt das eine Kaufprämie des Bafa von 9.000 Euro pro Elektroauto. Davon sind zwei Drittel vom Staat und ein Drittel durch den Hersteller übernommen. Die Höhe der Kaufprämie ist aktuell bis 31. Dezember 2021 verabschiedet. Der Innovationsbonus soll jedoch bis 31.12.2022 verlängert werden. Der entsprechende Gesetzesentwurf liegt bereits vor.

Wie und Wo erhält man das Geld:

  1. Antragstellung
    Die Antragstellung erfolgt beim BAFA und kann über das dafür eingerichtete Online-Portal erfolgen. Dort steht ein Formular bereit, welches es auszufüllen gilt. Gleichzeitig sind Belege einzureichen, die entweder in Gestalt der verbindlichen Bestellung oder des Vertrags für das Leasing bzw. ggf. den Kauf vorhanden sein müssen. Speziell im Falle eines Leasings ist noch eine Kalkulationsrate gefordert.
    Das BAFA prüft den Antrag und erstellt daraufhin einen Zuwendungsbescheid. Spätestens neun Monate später muss es zur Zulassung des E-Autos kommen.
  2. Verwendungsnachweisverfahren
    Im Rahmen des Verwendungsnachweisverfahrens sind weitere Dokumente einzureichen. Beim Kauf des E-Autos ist eine Rechnung erforderlich. Zudem verlangt das BAFA nach der Zulassungsbescheinigung I und II. Die Nachweise dürfen nicht später als zehn Monate nach Eingang des Zuwendungsbescheids vorgelegt werden. Gibt das Bundesamt dem Antrag statt, kommt es zur Auszahlung des staatlichen Anteils.

KfW-Förderprogramm

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet bereits seit 2014 eine Unterstützung für sogenannte umweltfreundliche Investitionen, worunter auch der Bereich der Elektromobilität fällt. Das KfW-Umweltprogramm – so die offizielle Bezeichnung – existiert für mittlere und große Unternehmen unter der Kennziffer 240 und für kleine Unternehmen unter der Nummer 241. Als kleine Unternehmen (KU) gelten Betriebe, deren Mitarbeiterzahl bei maximal 50 liegt und deren Jahresumsatz bzw. deren Jahresbilanzsumme 10 Millionen Euro nicht überschreitet.

Grundsätzlich fördert die KfW mit diesem Umweltprogramm:

  • Unternehmen im In- und Ausland
  • Freiberufler
  • Unternehmen, die im Auftrag eines Dritten Dienstleistungen erbringen
  • Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen / Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung, die im Ausland niedergelassen sind

Keine Berücksichtigung für das KfW-Umweltprogramm finden:

  • Unternehmen mit landwirtschaftlicher Produktion
  • Unternehmen, deren Tätigkeit in der Fischerei liegt

Mit Hilfe des KfW-Förderprogramms besteht die Möglichkeit, Unterstützung für die Anschaffung von E-Autos oder für Ladeinfrastruktur auf dem Unternehmensgelände zu erhalten. Das bedeutet, dass die KfW einen zinsgünstigen Kredit vergibt und bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten übernimmt. Die maximal zu bewilligende Summe pro Projekt liegt bei 10 Millionen Euro. Diese lässt sich entweder in Teilbeträgen oder als Einmalzahlung erhalten. Der effektive Jahreszins des KfW-Umweltprogramms beginnt ab 1,00 %, richtet sich aber ganz konkret nach den wirtschaftlichen Verhältnissen sowie der Qualität der vorhandenen Sicherheiten des Unternehmens.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass während der tilgungsfreien Zeit lediglich die Zinsen gezahlt werden müssen. Es besteht auch die Option, den Kredit komplett oder teilweise gegen die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zu tilgen. Hier gehts zum KfW-Umweltprogramm.

Hier nicht erwähnte Förderungen

Es existieren in zahlreichen Kommunen und Städten Fördermöglichkeiten bei der Anschaffung von E-Autos für Unternehmen. Städte wie beispielsweise München und Regensburg haben eigene Förderprogramme lanciert. Jene unterliegen jedoch meist eigenen Kriterien zur Fördermittelzuwendung, sodass eine Aufzählung hier den Rahmen überschreitet. Es ist demnach general ratsam bei der Stelle für Wirtschaftsförderung, Energie, Mobilität oder Ähnlichem proaktiv nachzufragen, ob es Unterstützungen der Kommune für Einbindung von Elektromobilität gibt.

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