KTM Elektroautos

KTM Elektroautos

Die österreichische Marke KTM hat den Status des größten Motorradherstellers in Europa inne. Nach wechselvoller Geschichte besteht das Unternehmen seit 1992 neu und konnte sich zugleich als Weltmarktführer im Segment der Geländesport-Motorräder etablieren. Elektromobilität ist schon länger eine Thematik, der sich KTM widmet. Das Debüt gelang 2014 mit dem ersten E-Motorrad, auf das 2017 ein verbessertes Upgrade folgte. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts will KTM in weiteren Zweiradklassen wie Rollern, Mofas und Mopeds elektrifizierte Varianten anbieten.

Die Philosophie der Marke KTM

KTM hat eine ganz klar definierte Sicht auf alternative Antriebe und deren Entwicklung. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „Pionier bei Elektromobilität für Zweiräder“. Zur Entscheidung, auf Modelle mit einem E-Motor zu setzen, sei der Hersteller eigenen Angaben zufolge nicht mit der Intention gekommen, um die Welt zu retten. Vielmehr war es der Druck, dass die Möglichkeiten immer beschränkter seien, ein Geländesportmotorrad in Zentraleuropa wirklich ausgiebig zu nutzen. Folglich musste eine Alternative her, zumal KTM der Auffassung ist, dass elektrisch angetriebene Modelle die bisherigen in der nächsten Dekade ersetzen. Speziell zum Bewältigen von Kurzstrecken und im Bereich der leichten Fahrzeuge sei das absehbar.

Zur Philosophie des österreichischen Anbieters gehört außerdem die Sichtweise, dass die Elektromobilität von unten revolutioniert wird. Neben den E-Motorrädern setzt KTM daher künftig auch auf Mofas, Mopeds und Roller mit alternativen Antrieben. Zur Unternehmensstrategie gehört des Weiteren, dass der Hersteller plant, bereits von Beginn an seine Zweiräder ohne jeglichen Verlust, oder gar mit Gewinn zu verkaufen und sich dadurch von anderen Bewerbern abzuheben. KTM ist überzeugt, dass Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten ist und hat bereits millionenschwere Investitionen in diesen Bereich getätigt. Dabei fungiert das Unternehmen zeitgleich als Partner für Firmen aus Deutschland sowie dem asiatischen Raum.

E-Mobil Hersteller KTM und was die Marke prägt

KTM ist durch eine wechselvolle Unternehmensgeschichte geprägt, die ihren vorläufigen Höhepunkt in den 1980er-Jahren erreichte und teils Umsätze von 50 Millionen Euro und mehr einbrachte. Allerdings folgte darauf eine weniger glückliche Zeit, die zur Aufteilung und dem Verkauf führte. Nach der Neugründung 1992 gelang es KTM ein weiteres Mal, wirtschaftlich erfolgreich zu agieren – dieser Zustand hält bis in die Gegenwart an und verschafft der Marke die Rolle des europaweit größten Herstellers von Motorrädern.

Ein ebenfalls nennenswertes Merkmal der Marke KTM besteht darin, dass sich das Unternehmen vor allem auf den Bereich der geländegängigen Zweiräder fokussiert hat und dabei als Weltmarktführer gilt. Generell ist KTM jedoch ausgesprochen vielseitig und bedient ein weites Spektrum, das von Reiseenduros über den Straßenrennsport bis hin zu Quads reicht. Darüber hinaus hat die Marke auch schon Sportwagen entwickelt, die in der X-Bow-Serie zusammengefasst sind.

Innovationen und Besonderheiten der Marke KTM als E-Mobil Hersteller

Die Marke KTM hat bereits vergleichsweise früh mit der Entwicklung elektrischer Motorräder begonnen. Immerhin wurde das erste Modell, das Freeride E-XC, 2014 vorgestellt. Anschließend zielte das Unternehmen auf Verbesserungen ab. Das Ergebnis ist eine drei Jahre später präsentierte Nachfolger-Maschine, deren Akku eine um 50 Prozent gesteigerte Kapazität vorzuweisen hat.

KTM setzt bei seinen E-Motorrädern auf Rekuperation, das bedeutet, dass die im Freilaufbetrieb und Bremsen entstehende Energie zurück in die Batterie gespeist wird. Während das Freeride E-XC eine Enduro-Version ist, gibt es jedoch noch weitere Ausführungen, die ebenfalls über einen elektrischen Antrieb verfügen. So ist die 2015 erschienene Freeride E-SX eine Cross-Variante und die Freeride E-SM vornehmlich für den Straßenverkehr bestimmt. Gemeinsam haben alle E-Motorräder von KTM, dass sie von einem Permanent-Synchronmotor angetrieben werden. Für die Zukunft plant das österreichische Unternehmen, auch Roller, Mopeds und Mofas mit E-Antrieb anzubieten.

Die KTM Unternehmensgeschichte in Fakten

  • der einstige Vorläufer des heutigen Unternehmens war eine 1934 von Hans Trunkenpolz gegründete Auto- und Schlosserwerkstatt
  • zu Beginn der 1950er-Jahre kam es zur Entstehung des Markenkürzels KTM, das für Kraftfahrzeuge Trunkenpolz Mattighofen stand
  • 1954 wurde die Bedeutung des ersten Buchstabens von Kraftfahrzeuge zu Kronreif umgewandelt, was mit dem Einstieg eines Partners zusammenhing
  • auf die erfolgreichen 1980er-Jahren schloss sich eine wirtschaftlich schwierige Phase an, die 1992 zur Aufteilung und dem Verkauf des Unternehmens sowie zur Neugründung führte
  • das Gründungsjahr des heutigen Herstellers KTM Sportmotorcycles GmbH ist daher 1992
  • 2013 übernimmt KTM Husqvarna und betreibt diese Marke bis heute erfolgreich
  • das erste Elektromotorrad veröffentlicht KTM 2014 mit dem Freeride E-XC
  • 2017 folgt eine verbesserte Variante des KTM Freeride E-XC mit mehr Akkuleistung
  • bis 2020 plant KTM, Roller, Mopeds und Mofas mit E-Antrieb auf den Markt zu bringen