Lucid Motors: Auf die E-Limousine Air soll ein SUV folgen

Lucid Motors: Auf die E-Limousine Air soll ein SUV folgen

Dienstag, 18. August 2020

Die Präsentation des ersten Elektroautos des kalifornischen Startups Lucid Motors rückt näher. Am 9. September fällt der Vorhang der E-Limousine Air. Deren luxuriöses Design und technische Daten sorgen schon im Vorfeld für Aufsehen. Aktuellen Tests zufolge schafft es der edle Stromer mit einer Akkuladung auf eine Reichweite von bis zu 517 Meilen nach der US-amerikanischen EPA-Norm. Das entspricht noch nie dagewesenen 832 Kilometern. Noch bevor die Produktion des Elektroautos startet, gibt es bereits sehr konkrete Pläne für ein zweites Modell.

Diese Informationen stammen von Peter Rawlinson, dem Chef von Lucid Motors. Er hat eine Vergangenheit bei Branchenprimus Tesla und trug als Chefingenieur die Verantwortung für die Entwicklung des Model S. Seit 2013 ist er nun bei dem ambitionierten Startup aus Newark tätig. Gegenüber dem Portal „Green Car Reports“ hat sich Rawlinson zu den Vorhaben von Lucid Motors geäußert. Aktuell wird der Bau der ersten eigenen Fabrik finalisiert. Die Produktionsstätte befindet sich in Casa Grande, im US-Bundesstaat Arizona. Hier hat das Unternehmen mehr als 300 Millionen US-Dollar investiert.

Lucid Air Elektro-Limousine von Lucid Motors fährt durch Stadt
Fotos: Lucid Motors (2)

Ab Ende dieses Jahres kann der Bau des Lucid Air starten. Auslieferungen der Oberklasse-Limousine sind für Anfang 2021 vorgesehen – zunächst ist der US-Markt an der Reihe, Richtung Jahresende 2021 werden China und Europa angepeilt. Das Elektroauto verfügt über zwei Motoren und bietet eine Leistung von über 1.000 PS auf. Der Preis bewegt sich aller Voraussicht nach über 100.000 US-Dollar. Auf das Lucid Air folgt später ein SUV, wie Rawlinson verrät. Einen fahrtüchtigen Prototyp gebe es bereits. Dieses vollelektrische Modell geht nach aktuellen Planungen Anfang 2023 in die Serienproduktion.

Dabei ist das SUV von Lucid Motors von seiner Länge mit der E-Limousine vergleichbar. Auch viele Antriebskomponenten dürften übereinstimmen. Beide Fahrzeuge können gemeinsam auf einer Linie gefertigt werden. Zuvor sei jedoch ein Ausbau der Fabrik erforderlich. Zudem stellt Rawlinson in Aussicht, dass auf das SUV weitere Stromer folgen könnten. Er hält beispielsweise einen Pickup-Truck für denkbar, wie er auf Nachfrage bestätigte. Dafür existiert jedoch noch kein konkretes Konzept. Eines schließt Lucid Motors definitiv aus: Für andere Hersteller übernehme der Hersteller keine Produktion. Die Begründung des Firmenchefs dazu: „Ich weiß, dass Lucid die beste Technologie hat. Ich möchte die beste Technologie für die ganze Menschheit nutzen. Warum sollte ich für jemand anderen ein Auto bauen?“.