Skoda Enyaq iV feiert seine Premiere in Prag als erstes MEB-SUV

Skoda Enyaq iV feiert seine Premiere in Prag als erstes MEB-SUV

Mittwoch, 02. September 2020

Der Skoda Enyaq iV weckte schon vor seiner offiziellen Präsentation das Interesse vieler E-Auto-Enthusiasten. Wenige Stunden vor der Premiere tauchten durch einen Leak Fotos des SUVs auf, welche die Optik verrieten. Die wichtigsten technischen Daten gab der Hersteller aus Mlada Boleslav vor einigen Wochen bekannt und zeigte außerdem mehrere Designskizzen. Die übrigen Geheimnisse lüftete Skoda bei der Vorstellung in Tschechiens Hauptstadt Prag am gestrigen 1. September.

Der Skoda Enyaq iV ist das erste SUV des Volkswagen-Konzerns, das mit dem Modularen Elektromobilitäts-Baukasten (MEB) als Plattform vorfährt. Es versteht sich als Pendant zum VW ID.4, der ebenfalls in Kürze präsentiert wird. Mit seinen Maßen von 4.65 Metern Länge, und 1,62 Metern Breite ist der Stromer geringfügig kompakter als der Kodiaq und offeriert ein großzügiges Platzangebot im Inneren – dafür spricht auch der Radstand von 2,76 Metern. Der Kofferraum hält ein Fassungsvolumen von 585 Litern bereit.

Seitenansicht des Skoda Enyaq iV Elektro-SUVs in Schwarz
Skoda Enyaq

Das SUV gibt sich betont sportlich, wofür unter anderem mit den 21 Zoll großen Felgen gesorgt ist. Mit einem cw-Wert von 0,27 zeichnet sich der Skoda Enyaq iV durch einen für seine Klasse ausgesprochen geringen Luftwiderstand aus. Eines der Highlights ist der besonders gestaltete Kühlergrill. LEDs lassen die vertikalen Lamellen erstrahlen und es gibt einen horizontal verlaufenden LED-Leuchtstreifen. Das Heck kennzeichnen zweigeteilte Leuchten im dreidimensionalen Design, während in der Mitte ein großer Skoda-Schriftzug prangt.

Mit viel Geräumigkeit soll das Cockpit punkten, dessen Herzstück das 13 Zoll große Infotainment-Display verkörpert. Zudem verfügt der Enyaq iV als erster Skoda überhaupt über ein Head-up-Display, das eine Augmented-Reality-Funktion erhalten hat. Es kann Inhalte sowohl unmittelbar über dem Armaturenbrett auf der Scheibe, als auch weiter oben im Sichtfeld des Fahrers projizieren. Für den Innenraum des Elektro-SUVs setzt der Autobauer auf Nachhaltigkeit: Neben Leder und Wolle werden auch Recycling-Materialien verwendet.

Blick auf das Cockpit des Skoda Enyaq iV

Schon vor einigen Wochen hatte Skoda bekanntgegeben, dass der Enyaq iV in fünf Varianten erhältlich ist. Dementsprechend gibt es hier keine Überraschungen. Es stehen zwei Ausführungen mit Heckantrieb sowie drei Allradler zur Auswahl. Das Einstiegsmodell ist der Enyaq 50 iV, der zu einem Preis von 33.800 Euro startet. Er schafft mit seinem 52 kWh fassenden Akku bis zu 340 Kilometer. Die höchste Reichweite verspricht der Enyaq 80 iV mit bis zu 510 Kilometern, die durch einen 77 kWh großen Energiespeicher realisiert werden. Das sportlichste Exemplar ist unterdessen der Enyaq vRS iV, der gegenüber den anderen vier Stromern nicht bei 160 Stundenkilometern, sondern erst bei 180 km/h abriegelt. In ihm schlummert eine Leistung von 306 PS, die 225 kW entsprechen.

komplette Seitenansicht des Skoda Enyaq iV Elektro-SUVs
Fotos: Skoda (4)

Die Basis-Version, die erst zu einem späteren Zeitpunkt erhältlich sein wird, erlaubt Schnellladungen mit bis zu 50 kW. Mit den größeren Akkus sind bis zu 125 kW möglich. Zum Start lassen sich in Deutschland zwei Ausführungen vorbestellen. Das ist zum einen der Enyaq 60 iV mit bis zu 390 Kilometern Reichweite, dem ein Preisschild von 38.850 Euro anhaftet. Andererseits steht der Enyaq 80 iV bereit, für den Skoda 43.950 Euro aufruft. Ab Frühjahr 2021 haben Kunden hierzulande die Möglichkeit, sich die Founders Edition zu sichern. Dieses Sondermodell ist, angelehnt an das Gründungsjahr von Skoda, auf eine Stückzahl von 1.895 limitiert.