Audi peilt Zusammenarbeit mit Rimac für rein elektrischen R8 an

Audi peilt Zusammenarbeit mit Rimac für rein elektrischen R8 an

Mittwoch, 14. August 2019

Schon im April konnten wir darüber berichten, dass bei Audi Pläne für einen vollelektrischen R8-Nachfolger bestehen. Diese Anzeichen verdichten sich nun durch einen Bericht des Branchenkenners Georg Kacher im „Car Magazine“. Um den Sportwagen auf den Weg zu bringen, könnten sich die Ingolstädter Unterstützung von einem renommierten Unternehmen aus Kroatien holen.

Diesen Partner dürfte Audi offenbar in Rimac gefunden haben. Der Hersteller ist einerseits dafür bekannt, Elektroautos zu bauen, die zu den schnellste der Welt gehören. Auf der anderen Seite fungiert er als Zulieferer für viele Marken wie Jaguar, Aston Martin oder auch Hyundai. Zudem sicherte sich Audis Konzernschwester Porsche im vergangenen Jahr Anteile an dem kroatischen E-Auto-Pionier. Für einen möglichen, rein elektrischen Nachfolger des R8 visieren die Ingolstädter laut dem Bericht eine Kooperation mit Rimac an. Dadurch würde sich der deutsche Autobauer nicht nur die Kompetenz seines Partners sichern, sondern könnte auch Kosten bei der Produktion einsparen.

Audi R8 Symbolbild
Fotos: Symbolbilder Audi (2)

Und Produktion ist ein gutes Stichwort: Die Fertigung soll in den Bollinger Höfen am Standort Heilbronn erfolgen. Das ist insofern naheliegend, da dort bereits die aktuelle Verbrenner-Version des R8 gebaut wird. In Zukunft, ab Ende 2020, montiert Audi an Ort und Stelle den ebenfalls rein elektrischen e-tron. Zu diesem Zweck wird die Fertigung derzeit noch dafür umstrukturiert. Bis der RS e-tron  – so soll der sportliche Stromer heißen – die Werkshallen verlässt, vergeht jedoch noch etwas Zeit. Erst 2023 oder 2024 ist die Serienproduktion vorgesehen. Preislich sortiert sich der Wagen nach jetzigem Kenntnisstand knapp unterhalb der Grenze von 200.000 Euro ein.

Dafür bringt der RS e-tron auch einiges an Leistung mit. Vier Elektromotoren ergeben gemeinsam 708 kW, die 963 PS gleichzusetzen sind. Auf Tempo 100 geht es aus dem Stand in 2,5 Sekunden. Der Akku soll eine Kapazität von 95 kWh bereitstellen und auf Feststoffzellen beruhen. Im Idealfall ergibt sich dadurch eine Reichweite von 480 Kilometern. Die sportlichen Daten beruhen auch aufgrund einer Leichtbauweise sowie einem Luftwiderstand, der zu den niedrigsten in der Fahrzeugklasse gehört, heißt es weiter in dem Bericht. Darin wird jedoch auch darauf verwiesen, dass Audi noch keinen finalen Beschluss zur Produktion des RS e-tron gefasst hat. Die bisherigen Vermutungen wirken jedoch durchaus schlüssig.