BMW-Tochter MINI plant Traveller SE als elektrischen Kompakt-Van

BMW-Tochter MINI plant Traveller SE als elektrischen Kompakt-Van

Montag, 16. September 2019

Angelehnt an einen alten Klassiker aus den 1960er-Jahren plant die zu BMW gehörende Marke MINI auf absehbare Zeit ein neues Modell. Mit dem Traveller SE bereitet der Hersteller einen kompakten Van vor, der unter anderem dem in der vergangenen Woche vorgestellten VW ID.3 die Stirn bieten soll. Die dazugehörige Technologie stammt von einem alten Bekannten.

Die Informationen hat das britische Magazin „Autocar“ in Erfahrung gebracht. Der MINI Traveller SE, wie das E-Auto künftig heißen dürfte, beruht auf dem Morris Mini Traveller, der 1960 das Licht der Welt erblickte und bis 1969 gebaut wurde. In dieser Zeit entstanden insgesamt 99.000 Modelle.

Für den Traveller SE ist vorgesehen, insgesamt drei Varianten anzubieten: Neben einer zunächst startenden Ausführung mit Verbrennungsmotor erscheint später auch ein Plug-in-Hybrid sowie schließlich das vollelektrische Modell. Punkten möchte MINI mit Vielseitigkeit und mit mehr Kapazitäten, als sie der Clubman und der Countryman bereitstellen. Aus diesem Grund dürfen sich auch und vor allem Familien, die sich Platz und Vielseitigkeit wünschen, zur Zielgruppe zählen.

MINI Cooper SE Elektroauto
Fotos: Symbolbilder, Mini Cooper SE, BMW Group (2)

Der Traveller SE soll sich als Konkurrent zum VW ID.3 positionieren. Während der Wolfsburger Stromer aber schon im nächsten Jahr bei den Händlern stehen wird, möchten sich die Briten noch bis 2022 oder gar 2023 Zeit lassen. Die Plattform ist dann wohl die identische, wie sie der BMW i3 nutzt. Mit der aktuellsten Akku-Technologie steht eine Reichweite von rund 400 Kilometern in Aussicht. Die Produktion dieses Stromers findet in den Niederlanden statt.

Weitere Standorte zur Fertigung unterhält MINI im Heimatland Großbritannien sowie in China. Aus dem Reich der Mitte stammt außerdem Great Wall Motors, mit dem die Marke ein Joint Venture betreibt. Neben den technischen Komponenten von BMW kommen auch die des asiatischen Partners in Frage. Die von Great Wall Motors stammende ME-Plattform ermöglicht eine kostengünstigere Fertigung, die sich für vollelektrische Einstiegsmodelle eignet. Bis 2023 möchte MINI noch zwei weitere Modelle einführen und damit seine Produktpalette vergrößern sowie in der Konsequenz die Verkaufszahlen steigern.