Byton zeigt die Vorserienversion des M-Byte. Produktion noch in 2019.

Byton zeigt die Vorserienversion des M-Byte. Produktion noch in 2019.

Montag, 07. Januar 2019

Das Unternehmen Byton legt ein rasantes Tempo vor, um sein erstes Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen. Vor einem Jahr stellte das erst 2017 gegründete Startup den Prototyp des M-Byte im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) vor. Auf der gleichen Messe zeigt Byton nun – zwölf Monate später – die Vorserienversion des elektrisch angetriebenen SUVs. Der Startschuss für die Produktion soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Schon Ende August berichteten wir darüber, dass der M-Byte zu Testzwecken auf den Straßen im chinesischen Nanjing unterwegs ist. Dort befindet sich der Hauptsitz des Herstellers, bei dem sicherlich CEO Carsten Breitfeld als bekannteste Person hervortritt. Bevor er sich Byton anschloss, arbeitete er als BMW-Manager und trieb dort die Entwicklung der Marke i voran, unter die Münchener etwa den i3 und den i8 anbieten.

Obwohl der Byton M-Byte mit technischen Raffinessen vollgepackt ist, sticht ein Merkmal besonders hervor. Es ist das Display, welches sich mit einer Diagonale von 48 Zoll nahezu über das gesamte Cockpit erstreckt. Dadurch dürfte das SUV die größte digitale Anzeige aller bislang entwickelten Serienfahrzeuge aufweisen. Die Insassen haben die Möglichkeit, den Bildschirm entweder komplett oder als Split-Screen zu nutzen. In diesem Fall lassen sich unterschiedliche Inhalte auf den beiden Hälften abrufen.

Byton M-Byte Elektroauto 2019_1
Fotos: Byton (2)

Das bleibt längst nicht der einzige Bildschirm. Zwischen den Vordersitzen, am Lenkrad sowie an den Rückenlehnen der Vordersitze verbaut Byton ebenfalls Touchscreens und macht damit seinem Markennamen, der in voller Länge „Bytes on Wheels“ bedeutet, alle Ehre. Laut eigenen Aussagen des Herstellers bewegt sich das SUV aus der Richtung eines klassischen Autos hin zum Smart Device. Daher besteht auch der Zugang zu Amazons Alexa sowie der herstellereigenen Plattform Byton Life. Über diese lassen sich Anwendungen, Daten und diverse Endgeräte miteinander verknüpfen. Die logische Konsequenz daraus ist, dass der M-Byte über High-Speed-Internet verfügt.

Im Sommer dieses Jahres stellt Byton die endgültig serienreife Version vor. Gegen Jahresende fällt der Startschuss für die Produktion im chinesischen Werk in Nanjing. Auf den europäischen und den nordamerikanischen Markt stößt das Batterie-SUV in der zweiten Hälfte 2020. Kaufinteressenten dürfen sich dann zwischen verschiedenen Akkukapazitäten und Antrieben entscheiden. Für das Basismodell, das eine Reichweite von rund 400 Kilometern in Aussicht stellt, werden offenbar 43.000 Euro fällig. Mit dem K-Byte, bei dem es sich um eine Limousine handelt, bereitet Byton im Übrigen bereits das zweite Elektroauto vor.