Dendrobium D1: Elektrisches Supercar aus England wird Realität

Dendrobium D1: Elektrisches Supercar aus England wird Realität

Donnerstag, 12. Juli 2018

Es tauchte im vergangenen Jahr auf dem Genfer Automobilsalon auf, sorgte mit seinem extravaganten Design für Aufsehen, bevor es anschließend wieder aus der Öffentlichkeit verschwand. Die Rede ist vom Elektroauto Vanda Electrics Dendrobium – so wurde das damals noch als Konzeptfahrzeug gezeigte Modell genannt. Jetzt ganz aktuell sorgt es wieder für Gesprächsstoff, denn der futuristisch anmutende Stromer geht offenbar ab 2019 in Serienproduktion.

Als eindeutiges Indiz für die Fertigung des Dendrobium D1 – so die offizielle Bezeichnung – galt schon zuvor die Tatsache, dass in Großbritannien ein Unternehmen gegründet wurde. Die Dendrobium Automotive ist für die Weiterentwicklung und Fertigung des Supercars zuständig. Auf dem ab dem 30. August im Vereinigten Königreich stattfindenden Salon Privé präsentiert der Hersteller wohl die finale Version, die ab dem kommenden Jahr in Kleinserie geht. Offenbar handelt es sich um eine recht limitierte Stückzahl, die sich lediglich im zweistelligen Bereich einsortieren dürfte. Ganz ähnlich geht auch der kroatische Elektroauto-Bauer Rimac Automobili vor, der seine Rennwagen ebenfalls in geringen Stückzahlen veröffentlicht.

Dendrobium D1 Elektroauto

Bisweilen ist nur wenig zu den Eckdaten des Dendrobium D1 bekannt. Was aber bereits feststeht, sind die Angaben zur Leistung, die bei 1.382 kW und damit bei 1.800 Pferdestärken liegt. Möglich wird diese durch gleich vier verbaute Elektromotoren. Sie lassen das Supercar innerhalb von 2,7 Sekunden von 0 auf 100 spurten. Die maximale Geschwindigkeit liegt unterdessen bei 320 Stundenkilometern.

Eine ebenfalls bereits kommunizierte Information ist das angepeilte Gewicht. Für ein Elektroauto zeigt sich das Dendrobium D1 mit 1.750 Kilogramm ausgesprochen leicht. Zum Vergleich: Das Tesla Model S bringt es auf etwa 2.100 Kilogramm. Die Briten vertrauen dabei auf Kohlefaser als wichtigste Komponente. Auch besonders leichte sowie gleichzeitig sehr robuste Legierungen und Verbundstoffe kommen zum Einsatz. Die Produktion erfolgt in Großbritannien, der Verkauf ist weltweit vorgesehen. Für die Zukunft zieht der Hersteller zudem die Verwendung von Feststoff-Akkus in Erwägung.

Was die zu erwartende Reichweite sowie die Angaben zur Ladeleistung des Stromers betrifft, so will sich das Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Spätestens am 30. August dürften Neuigkeiten dazu bekannt werden. Seinen Namen hat das Dendrobium D1 übrigens aufgrund einer gleichnamigen Orchidee erhalten. An diese ist das Design angelehnt. Besonderer Blickfang sind die Türen des Elektroautos, die sich nach außen sowie zugleich nach oben öffnen. Schon Mitte der 1990er-Jahre entstand der erste Entwurf von der Firma Vanda Electrics aus Singapur – von dort stammt auch die besagte Orchidee.