Erster E-Porsche heißt Taycan und erscheint 2019

Erster E-Porsche heißt Taycan und erscheint 2019

Montag, 11. Juni 2018

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2015 zeigte der Sportwagenhersteller Porsche erstmals die Konzeptstudie seines ersten Elektroautos. Mission E hieß es und war ursprünglich für 2020 vorgesehen. Die Stuttgarter Marke sprach von der „Vision der Elektromobilität von morgen“. Jetzt ist bekannt: Das Fahrzeug erscheint schon im kommenden Jahr und dürfte den ambitionierten Vorhaben des Unternehmens in jeder Hinsicht gerecht werden.

Aus dem Namen des Konzeptfahrzeugs Mission E ist nun der Porsche Taycan geworden. Der Name lässt sich ins Deutsche in etwa als „lebhaftes, junges Pferd“ übersetzen. Passend ist diese Bezeichnung definitiv gewählt: Verkörpert doch seit 1952 ein springendes Ross das Markenlogo von Porsche. Und lebhaft ist der sportliche Elektrowagen ebenfalls. Insgesamt 600 PS bringt er mit, die durch zwei Synchronmotoren ermöglicht werden. Von 0 auf 100 Stundenkilometer galoppiert der Porsche Taycan unter 3,5 Sekunden – die doppelte Geschwindigkeit schafft er in weniger als 12 Sekunden.

Porsche Taycan Elektroauto_1
Fotos: Porsche (2)

Ein Statement geben die Stuttgarter auch hinsichtlich der Reichweite ab. Diese soll laut Neuem Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) mindestens 500 Kilometer betragen. Zwischenzeitliches Laden ist für den Fahrer auch nicht mit langen Zwischenstopps verbunden. Um Strom für die Reichweite von 100 Kilometern nachzutanken, braucht der Porsche Taycan lediglich vier Minuten im Schnelllademodus. Für 400 Kilometer lässt sich etwa eine Viertelstunde einplanen. Diese Möglichkeit der schnellen Energiezufuhr betitelt der Autobauer selbst als „Porsche Turbo Charging“.

Das sportliche E-Auto ist nur der Vorbote – oder passend zur Namensgebung des Fahrzeugs – das Zugpferd der Elektromobilitäts-Offensive des Unternehmens. Allerdings gelingt es Porsche eigenen Angaben zufolge, allein mit diesem Fahrzeug rund 1.200 Arbeitsplätze am Zuffenhausener Standort bei Stuttgart zu schaffen. Insgesamt sechs Milliarden Euro und damit doppelt so viel wie ursprünglich geplant, investiert das Unternehmen bis 2022 in die E-Mobilität.