Mercedes Benz EQC ist in der spanischen Hitze unterwegs

Mercedes Benz EQC ist in der spanischen Hitze unterwegs

Dienstag, 19. Juni 2018

Im kommenden Jahr bringt Mercedes mit seinem EQC das erste reine Elektroauto auf den Markt. Das Fahrzeug läuft unter der eigens vom Hersteller geschaffenen Marke Mercedes EQ. Dort sind künftig Stromer und Hybride zusammengefasst. Bevor die Modelle für absolut ausgereift erklärt werden, unterliegen sie einer ganzen Reihe an Tests. Nachdem es im Winter nach Norwegen ging, hat es den Stuttgarter Automobilhersteller nun mit seinem EQC Elektroauto nach Spanien verschlagen.

Permanente Sonneneinstrahlung, staubiger Boden und Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius: All das sind die idealen Bedingungen – allerdings nicht für einen entspannten Sommerurlaub, sondern vielmehr für Mercedes, um sein Elektroauto EQC einem der finalen Härtetest auszusetzen. Die Bewährungsprobe bei frostigen Temperaturen hat der Stromer bereits erfolgreich gemeistert. Damit er es auch zur Serienreife schafft, steht jetzt noch das Kontrastprogramm auf dem Plan. Doch worum geht es ganz konkret bei diesen Versuchen?

Mercedes Benz EQC Test Elektroauto_1
Fotos: Daimler (2)

Wie Kälte, stellt auch die Hitze Fahrzeuge im Allgemeinen auf eine Bewährungsprobe. Umso genauer ist bei Elektroautos darauf zu achten, speziell auf den verbauten Akku. Während er bei eisigen Temperaturen zu einer geringeren Leistung fähig ist, kann die Wärme unter Umständen zu Schäden führen. Deswegen ist es von Bedeutung, die Batterie ausreichend zu kühlen. In den aktuellen Tests geht es darum, wie der Energiespeicher diesen Anforderungen standhält. Ebenso erprobt Mercedes, ob und wie sich die Reichweite durch hohe Temperaturen ändert und ob die kalkulierten Angaben auch wirklich zutreffen.

Zu den übrigen Tests gehören sogenannte Leerfahrversuche. Das sind Touren, bei denen die Kapazitäten der Batterie nahezu komplett bis zu einem Akkustand gegen null aufgebraucht werden. Auch das Gegenteil wird unter die Lupe genommen. Das heißt also: Wie reagiert der Energiespeicher, wenn er bereits aufgeladen ist und erneut mit Strom versorgt wird? Nicht zuletzt geht es auch darum, die Klimatisierung des Innenraums, mögliche Geräusche einzelner Bauteile und den Kontakt mit dem feinen Staub zu prüfen.

Generell zeigt sich Mercedes zum gegenwärtigen Stand mit den Ergebnissen seiner Tests zufrieden. Laut Michael Kelz, dem technischen Leiter des EQC Elektroautos, liege der Hersteller voll im Plan. Das gibt das Unternehmen auf der eigenen Webpräsenz bekannt. Dem Marktstart im kommenden Jahr dürfte daher wohl nichts im Wege stehen – weder Kälte, noch Hitze.