Peugeot 208 fährt im nächsten Jahr als Elektroauto vor

Peugeot 208 fährt im nächsten Jahr als Elektroauto vor

Dienstag, 04. September 2018

Der französische Fahrzughersteller Peugeot debütierte 2010 auf den Markt der Elektroautos. Der kompakte iOn erschien dabei mit seinen beiden baugleichen Verwandten, dem Mitsubishi i-MiEV und dem Citroen C-Zero. Im kommenden Jahr veröffentlicht die Marke aus Rueil-Malmaison ein neues Modell, das ebenfalls einen Verwandten hat. Dieser stammt jedoch aus eigenem Hause.

Die Rede ist vom Peugeot 208, den das Unternehmen ab 2019 auch als rein elektrisches Fahrzeug anbieten wird. Hierfür setzt der Hersteller auf das Prinzip des sogenannten Conversion Designs. Dieses besagt, dass ein bereits vorhandenes Design eines Modells mit Verbrennungsmotor herangezogen und entsprechend als E-Auto konzipiert wird. Beim iOn wendete Peugeot unterdessen das Purpose Design an. Es beruht darauf, einen Wagen von Beginn an als elektrisch angetriebenes Modell zu entwickeln und somit keine Kompromisse eingehen zu müssen.

Peugeot 208_1
Fotos: Symbolbilder Peugeot (2)

Gegenüber der britischen Zeitschrift „Autocar“ hat sich Gilles Vidal als Design-Chef der Marke zum Peugeot 208 geäußert. Zu erwarten seien lediglich kleine Veränderungen gegenüber dem bereits bekannten Wagen mit Verbrennungsmotor. Eine dieser Modifikationen ist die glatte Front, die den Kühlergrill ersetzt. Zudem sind im Menü des Fahrzeugs spezielle für ein E-Auto ausgerichtete Funktionen vorzufinden. Der übrige Teil bleibt erhalten, sodass der elektrifizierte Peugeot 208 optisch kaum aufzufallen vermag. Genau das ist auch die Absicht der Franzosen, die es „nicht hinausposaunen“ möchten, dass es sich um einen Stromer handelt.

Gleichzeitig hat Vidal verraten, dass es Herausforderungen beim Entwickeln des Wagens gab. Die größte bestand darin, Geräusche des Getriebes und der Reifen zu minimieren. Konkrete Eckdaten für den Stromer fehlen bislang noch. Grundlage für den Stromer ist die Plattform, die von der Konzernmutter PSA-Group und der dem chinesischen Kooperationspartner Dongfeng gemeinsam erarbeitet wurde. Anders als VW mit I.D. oder Mercedes mit EQ möchte Peugeot unterdessen kein eigenes Label für Elektrofahrzeuge ins Leben rufen. Vielmehr sollen Fahrzeugmodelle mit unterschiedlichen Antriebssystemen parallel angeboten werden.