Porsche Taycan: Neues zum Preis und Design des Serienmodells

Porsche Taycan: Neues zum Preis und Design des Serienmodells

Montag, 18. März 2019

Davon können vermutlich viele Fahrzeughersteller nur träumen: Über 20.000 Vorbestellungen für einen Wagen, dessen offizieller Preis noch nicht bekannt ist und auch sein Design wurde noch nicht final präsentiert. Trotzdem haben bereits derart viele Menschen Interesse am Porsche Taycan angemeldet und eine Anzahlung in Höhe von 2.500 Euro, beziehungsweise 2.500 Dollar geleistet. Die Resonanz zum herannahenden, ersten rein elektrischen Fahrzeug der Zuffenhausener ist riesig. Nun gibt es neue Details – sowohl die Optik, als auch den Preis betreffend.

Ein paar dezente Appetithäppchen auf das Design des Stromers hat Porsche jetzt im Zuge seines Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts veröffentlicht. Sie zeigen Ausschnitte des Hecks und der Seitenlinie, lassen aber reichlich Raum für Interpretationen. Dafür ist jedoch schon die Front vergleichsweise gut zu erahnen. Bis der finale Look endgültig präsentiert wird, müssen sich die Interessenten noch etwas in Geduld üben. Ende dieses Jahres möchte der Fahrzeughersteller endgültig den Vorhang lüften. Wenig später läuft die Produktion an.

Porsche Taycan Teaserfoto Elektroauto 2019_1

Neue Erkenntnisse liegen nun dank einem Bericht der „Welt“ außerdem vor, was den Preis anbelangt. Gegenüber der Zeitung hat Finanzvorstand Lutz Meschke verraten, dass der Stromer „in der Basisversion nach jetzigem Stand wohl weniger als 100.000 Euro kosten“ werde. Ursprünglich bestand die allgemeine Vermutung, dass sich der Taycan grundsätzlich im sechsstelligen Bereich ansiedelt. Vielmehr ist vorgesehen, das sportliche E-Auto unterhalb des Panamera einzusortieren. Dieser liegt derzeit bei einem Preis von mindestens 90.000 Euro.

Weil das Modell aber in unterschiedlichen Ausstattungslinien und mit mehreren Akkukapazitäten angeboten wird, kann der Preis je nach Konfiguration auch sechsstellig ausfallen. Porsche rechnet damit, dass die Materialkosten des Stromers um etwa 10.000 Euro höher liegen als bei einem Verbrenner. Dennoch will der Autobauer diese Mehrkosten nicht einfach auf die Käufer abwälzen, weswegen nun doch ein günstigerer Basispreis in Aussicht steht.

Porsche Taycan Elektroauto
Fotos: Porsche AG (3)

Denkbar ist im Übrigen, dass Porsche eine ähnliche Strategie fährt wie sie auch Branchenprimus Tesla anwendet. Das bedeutet: Zunächst rollen die Versionen mit größerem Batteriepack auf den Markt, da die Hersteller mit diesen Modellen mehr verdienen. Tesla handhabte das zuletzt beim Model 3 ebenso wie beim in der zurückliegenden Woche vorgestellten Model Y auf diese Weise.

Der Taycan läutet nicht nur die Elektromobilitäts-Offensive bei Porsche ein, sondern wird zugleich das erste E-Auto, welches eine 800-Volt-Technologie nutzt, wodurch Schnellladungen mit bis zu 350 kW möglich sind. Auf diese Weise lässt sich das Fahrzeug binnen 15 Minuten wieder auf einen Akkustand von 80 Prozent befördern. Kürzlich hatten die Zuffenhausener zudem bestätigt, dass der Macan das zweite E-Modell wird und im Leipziger Werk entsteht. Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen, ob auch der Boxer einen elektrischen Antrieb erhält.