Präsentation des Audi e-tron: San Francisco statt Brüssel

Präsentation des Audi e-tron: San Francisco statt Brüssel

Mittwoch, 25. Juli 2018

„Aus organisatorischen Gründen“ verschob Audi vor wenigen Wochen die angekündigte Präsentation des ersten rein elektrischen Fahrzeugs, des e-tron. So begründeten die Ingolstädter offiziell die Planänderung, an der sicherlich die Festnahme von Vorstandschef Rupert Stadler keinen unwesentlichen Anteil trägt. Da dieser sich nach wie vor in Untersuchungshaft befindet, fungiert Abraham Schot als Interims-Chef. Er veranlasste als eine seiner ersten Amtshandlungen die Termin-Absage, denn eigentlich sollte das Elektro-SUV am 30. August offiziell enthüllt werden. Jetzt steht fest, wann und wo der e-tron Premiere feiert.

Die wichtigsten Eckdaten kurz auf den Punkt gebracht: 17. September statt 30. August und San Francisco statt Brüssel. In der belgischen Hauptstadt war die Veranstaltung nach dem ursprünglichen Plan angesetzt. Warum aber nun der Wechsel in den US-Bundesstaat Kalifornien? Die Erklärung dazu liefert Peter Kössler, Produktionsvorstand bei Audi. Er hat sich im Rahmen einer Presseveranstaltung zur e-tron-Premiere geäußert. Die USA sieht der Fahrzeughersteller als einen der wichtigsten Märkte für hochwertige E-Autos. Passend dazu ist schließlich auch Tesla im kalifornischen Palo Alto als Vorreiter der Branche ansässig.

Audi e-tron Elektroauto_1
Fotos: Audi (2)

Am Verkaufsbeginn des Elektro-SUVs ändert sich dem Vernehmen nach trotz des aufgeschobenen Präsentationstermins nichts. Demnach ist weiterhin gegen Ende des Jahres mit dem neuen e-tron zu rechnen. Der Preis startet bei 80.000 Euro, wobei sich die Reichweite bei über 500 Kilometern bewegen soll. Das Schnelladen beansprucht 30 Minuten, um den 385 PS starken Stromer mit neuer Energie zu versorgen.

Erst Anfang dieses Monats gewährte Audi die ersten, detaillierten Einblicke in den e-tron. Unter anderem sorgte dabei das Konzept der Außenspiegel für Gesprächsstoff. Diese befinden sich als digitale OLED-Displays im Inneren des Wagens und stellen die von Kameras erfassten Bilder dar. Gerade in den USA, wo die Hüllen des e-tron fallen, ist dieses System bisweilen nicht zugelassen – in China und damit einem weiteren wichtigen Markt für E-Autos ebenfalls nicht.

Auf den e-tron lässt Audi in Zukunft weitere Stromer folgen, denn die unternehmenseigene Strategie sieht vor, bis 2025 in jeder Modellreihe eine Ausführung mit Elektromotor anzubieten.