So sehen die E-Mobilitätspläne von Nissan für die Zukunft aus

So sehen die E-Mobilitätspläne von Nissan für die Zukunft aus

Dienstag, 14. August 2018

Wenn von Nissan im Zusammenhang mit Elektromobilität gesprochen wird, dann drängt sich unweigerlich der Leaf auf, der sich den Status als das weltweit am meisten verkaufte E-Auto gesichert hat. Eine dritte Generation des erfolgreichen Stromers soll Ende dieses, spätestens Anfang des kommenden Jahres erscheinen. Doch Nissan einzig auf den Leaf zu reduzieren, würde dem Unternehmen längst nicht gerecht werden. Einerseits bietet der Hersteller weitere Modelle mit alternativen Antrieben an, andererseits gibt es auch ambitionierte Pläne für die Zukunft. Zu diesen hat sich das Unternehmen nun geäußert.

Im vergangenen Jahr präsentierte Nissan den IMx im Rahmen der Tokio Motor Show als Konzeptfahrzeug, das bereits ohne Fahrer auf die Bühne rollte.  Alfonso Albaisa, seines Zeichens Design-Chef bei der japanischen Automarke, sprach bei einem Presse-Event in Indien über den Wagen. Der IMx spielt demnach eine wichtige Rolle in den Elektrifizierungsplänen und wird Teil der Fahrzeugpalette. Bis der SUV-Crossover bei den Händlern steht, braucht es dennoch ein wenig Geduld. Mindestens zwei Jahre dauere es laut Albaisa, bis der Stromer auf dem Markt erscheint.

Nissan iMx Elektroauto_1
Fotos: Nissan (2)

Dafür soll der IMx mit starken Leistungsdaten überzeugen. Zwei Motoren sorgen dafür, von denen einer hinten und einer vorn verbaut ist. Insgesamt liefern sie 320 kW und damit 435 PS. Mit einer einzigen Akkuladung sind dann 600 Kilometer und mehr möglich. Um die Leistung mit der Reichweite in Einklang zu bringen, wird eine neue E-Auto-Architektur erforderlich. Hierzu stehen zwei Möglichkeiten in Aussicht: Entweder ein komplett neu entwickeltes System oder eine angepasste Variante des Leaf. Apropos Leaf: Auch eine sportlichere Variante, die dann auf den Namen Nissan Nismo hört und noch mehr Fahrdynamik einräumt, gehört zu den Plänen von Nissan.

Damit sind die Vorhaben des japanischen Autobauers jedoch noch längst nicht abgehakt. Gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen Dongfeng unterhält Nissan ein Joint Venture: Die Dongfeng Motor Company Limited (DFL). Unter diesem Markennamen erscheinen bis 2022 insgesamt 20 Autos mit elektrischem Antrieb. Dazu gehören sowohl reine Stromer als auch Hybride. Nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch deren Produktion sind umweltfreundlich. Unter anderem will DFL mit drei Solarparks und einem intelligenten Wassersystem ganzheitlich mit gutem Beispiel vorangehen. Nissan und Dongfeng haben bereits das erste Serienmodell entwickelt. Der Sylphy Zero kann seit Juni vorbestellt werden und erscheint in China zu einem Preis von umgerechnet etwas weniger als 22.000 Euro.