Ssangyong arbeitet an innovativem Elektro-SUV

Ssangyong arbeitet an innovativem Elektro-SUV

Freitag, 10. August 2018

Hierzulande mag Ssangyong zwar eine der Automarken sein, die nicht jedem geläufig ist, doch in ihrem Heimatland Südkorea sortiert sie sich als viertgrößter Hersteller ein. Seit 2011 gehört das Unternehmen außerdem der indischen Mahindra & Mahindra Limited an, die ebenfalls auf die Produktion von Fahrzeugen spezialisiert ist. Diese rückt das Thema Elektromobilität allmählich in den Fokus und das macht sich letztlich auch bei Ssangyong bemerkbar. 2020 soll das erste E-Auto auf den Markt rollen – aber nicht als herkömmliches SUV, sondern mit einem besonderen Konzept.

Den Anfang macht bei Ssangyong nach aktuellem Planungsstand eine elektrifizierte Version des Korando. Bei diesem handelt es sich unbestritten um ein SUV. Das für 2020 vorgesehene Modell wird dabei jedoch nicht schlichtweg ein E-SUV, wie der Hersteller betont. Er wählt stattdessen den Begriff e-SIV. Diese Abkürzung steht für „Electronic Smart Interface Vehicle“. Das klingt zunächst wenig greifbar, beinhaltet aber ein herstellereigenes Konzept. Ssangyong bringt die drei Aspekte Elektromobilität, Konnektivität und Autonomes Fahren in einem Fahrzeug zusammen.

Was ist aber darunter ganz konkret zu verstehen? Dem E-Auto wird eine besondere Intelligenz verliehen. So soll es etwa eine Spracherkennung erhalten, einen schnellen Internetzugang ermöglichen und diverse E-Commerce-Angebote bereithalten. Denkbar ist es etwa, dass sich diverse Apps für den Wagen downloaden lassen – auch Videos, die dann direkt über den Bildschirm angesehen werden können, sind vorstellbar. Indem für die Zukunft ein vollautonomes Fahren in Aussicht steht, müssten sich die Passagiere dann nicht mehr auf den Straßenverkehr konzentrieren. Vorerst dürfte das erste elektrifizierte Modell von Ssangyong aber teilautonom unterwegs sein und somit unter anderem automatisch Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten.

Ssangyong Korando Elektroauto Konzept_1
Fotos: Ssangyong (2)

Vernetzung bedeutet für den Hersteller, dass sich das E-Auto komfortabel über das Smartphone bedienen lässt. Hierbei können Ladevorgänge gesteuert und Informationen zum Akku abgerufen werden. Das Konzept-SUV ist 4,46 Meter lang und 1,87 Meter breit. Die Reichweite gibt Ssangyong derweil noch nach dem NEFZ-Zyklus an, dessen Daten sich oftmals nicht mit der Praxis decken: 450 Kilometer sind offenbar mit einer Akkuladung möglich. Nach dem realitätsnäheren WLTP-Zyklus dürfte es weniger sein.

Es soll darauf hingewiesen sein, dass es sich vorläufig nur um eine Konzeptstudie handelt. Wie viel der ursprünglich geplanten Ideen umgesetzt werden, ist dementsprechend noch nicht vorherzusagen. Auf die elektrifizierte Version des Korando folgen später weitere Modelle. Hierzu plant Ssangyong, auch den Rexton und den Musso mit einem E-Antrieb auszustatten. Das geschieht offenbar bis 2023.