Von einem E-Fahrzeug, das wachsen kann: iEV als Crowdfunding-Projekt

Von einem E-Fahrzeug, das wachsen kann: iEV als Crowdfunding-Projekt

Donnerstag, 16. August 2018

Etablierte Autobauer entwickeln vermehrt Elektrofahrzeuge und versehen diese mit zahlreichen Features. Ein Beispiel mag Audi mit seinem e-tron sein, der Kameras anstelle der üblichen Seitenspiegel nutzt. Oftmals sind es jedoch junge Startups, die noch verblüffendere Ideen in die Tat umsetzen und damit auch mit Unkonventionellem zu begeistern wissen. Dazu gehört wohl jetzt auch das deutsche Startup iEV1 GmbH. Dessen Abkürzung steht für „Intelligent Electric Vehicle“, was übersetzt intelligentes Elektrofahrzeug bedeutet. Angesichts des Konzepts mag diese Bezeichnung wohl nicht unberechtigt gewählt sein.

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter möchte das Unternehmen aus Düsseldorf Geld einsammeln, um das Projekt zu finalisieren. Interessenten können dementsprechend ihr Fahrzeug vorbestellen und zum Gelingen des Projekts beitragen. Doch was macht das Modell, das auf den Namen iEV hört, so besonders? Grundsätzlich ist es für eine Person ausgelegt und 160 Zentimeter lang. Allerdings lässt sich der kleine Stromer auf 190 Zentimeter verlängern, sodass ein weiterer Passagier Platz findet. Hat dieser noch Gepäck zu transportieren, kann der iEV weiter ausgefahren werden und erreicht dann eine Länge von 220 Zentimetern. Hinter dem Fahrer bleiben die Seiten allerdings offen.

Interessenten dürfen sich zwischen der iEV X Basis-Ausführung und der iEV X+ umfassender ausgestatteten Version entscheiden. Das Standard-Modell bringt es auf leichte 115 Kilogramm und verfügt über einen Akku, der eine Reichweite von 50 Kilometern ermöglicht. Weitere Energie bezieht sich das E-Fahrzeug über das Solardach. Das iEV X schafft ein Maximaltempo von 45 km/h. Aufladungen erfolgen an der Haushaltssteckdose und sind innerhalb von drei Stunden abgeschlossen. Kostenpunkt für diese Variante: 3.850 Euro.

Eine Reichweite von 120 Kilometern verspricht unterdessen die iEV X+ Ausführung, bei der auch eine Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h eingeräumt wird. Ein Solardach ist auch hier vorhanden. Als zusätzliche Ausstattung punktet dieses Modell mit einer Heizung und kann per GPS geortet werden. Der Preis liegt hier bei 7.850 Euro. Zum Standard beider Varianten gehören Bluetooth, ein sieben Zoll großes Touch-Display, ein Multimediasystem, eine Rückfahrkamera sowie LED-Lichter und ein Diebstahlschutz. Die Crowdfunding-Kampagne für das E-Auto läuft noch mehr als 30 Tage. Dann stellt sich heraus, ob es dieser kompakte wie flexible Exot künftig auf die Straßen schafft.