Zetta City Modul 1: Kleinstwagen bewirbt sich als günstigstes E-Auto

Zetta City Modul 1: Kleinstwagen bewirbt sich als günstigstes E-Auto

Montag, 25. November 2019

Einer der am häufigsten vorgetragenen Kritikpunkte, wenn es um Elektroautos geht, ist der zu hohe Preis. Dieses Argument lässt der russische Hersteller Zetta offenbar nicht gelten. Das Unternehmen bereitet mit dem City Modul 1 – oder einfach CM1 – einen E-Flitzer vor, der sich den Status als günstigster Stromer überhaupt sichern könnte.

Nach aktuellem Kenntnisstand soll der CM1 lediglich 7.000 US-Dollar kosten. Das entspräche gut 6.300 Euro, die für das kompakte Fahrzeug anfallen. Diese Angabe stammt von der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“. Gibt es für einen so günstigen Preis Abstriche zu erwarten? In erster Linie betreffen sie die Dimensionen. Das E-Auto bringt eine Länge von 3,04 Metern, eine Breite von 1,60 Meter sowie eine Höhe von ebenfalls 1,60 Meter mit. Gegenüber dem Smart Fortwo ist dieses Modell 34 Zentimeter länger. Umso mehr verwundert es, dass der Zetta City Modul 1 als Viersitzer an den Start geht.

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Fotos: Zetta (2)

Ob nun vier Erwachsene in dem Kleinstwagen unterkommen, ist fraglich. Doch zwei Kinder finden sehr wahrscheinlich in der zweiten Reihe Platz. Mit dem angekündigten Preis würde der Flitzer auf dem weltweit ersten Rang der günstigsten Elektroautos landen. Bislang hat noch der aus China stammende Ora R1 von Great Wall Motors diese Position inne. Im Heimatland Russland wird der CM1 zunächst ein Exot sein. Dort ist die Elektromobilität bislang kaum präsent. Aktuell sollen nur einige Tausend unterwegs sein. Einen der limitierenden Faktoren stellt die kaum vorhandene Ladeinfrastruktur dar.

Eine Besonderheit ist darin zu sehen, dass der Zetta CM1 über vier Radnabenmotoren verfügt. Gemeinsam erreichen sie eine Nennleistung von 46 PS und somit 34,4 kW. Die maximale Leistung soll unterdessen bei 97 PS und 72,4 kW liegen. Mit bis zu 120 Stundenkilometern kann der Kompakt-Stromer unterwegs sein. Ebenfalls interessant: Der Hersteller hat einen eigenen Akku sowie ein eigenes Batteriemanagement-System entwickelt. Die Ladedauer soll sich um 30 Prozent verkürzen. Im vermutlich auf Effizienz ausgelegten ECO-Modus vermag der Stromer bis zu 200 Kilometer am Stück zurückzulegen.

Aktuellen Medienberichten zufolge soll die Produktion des Zetta City Modul 1 im ersten Quartal 2020 starten. Dann hätte das kompakte Batteriefahrzeug noch einen weiteren Status inne: Es wäre das erste in Serie gefertigte E-Auto aus Russland.