Zwei badische Unternehmen entwickeln elektrische Rettungswagen

Zwei badische Unternehmen entwickeln elektrische Rettungswagen

Mittwoch, 14. November 2018

Elektromobilität betrifft nicht nur klassische Pkw und Zweiräder. Auch im Bereich der Nutzfahrzeuge eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten. Rein elektrische Modelle sind bereits in den unterschiedlichsten Ausführungen entwickelt worden. Kompakte Mobile zur Bewirtschaftung von Grünanlagen, klassische Transporter mit Pritsche oder gar Entsorgungsfahrzeuge – all das decken bereits diverse Anbieter ab. Jetzt haben zwei Unternehmen aus Baden-Württemberg eine Kooperation geschlossen. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen Einsatzwagen für Feuerwehren oder Rettungsdienste.

ElektroFahrzeuge Stuttgart – kurz EFA-S – ist einer der beiden Partner. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, die Entwicklung und die anschließende Umrüstung von Lkw, Bussen und Pkw zu realisieren. Auf der anderen Seite fungiert die in Schwäbisch Gmünd ansässige CS GmbH seit 2002 als Hersteller von Rettungswagen, die von Feuerwehren, Ambulanzen und Bergwachten genutzt werden. Eine Zusammenarbeit, die also in jeder Hinsicht sinnstiftend erscheint. Beide Unternehmen verbindet zudem, dass sie herstellerneutral sind. Sie setzen also unterschiedliche Fahrzeugtypen für die jeweils gewünschte Bestimmung des Einsatzwagens ein.

WAS-Konzeptfahrzeug E-Rettungswagen_1
Fotos: Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (2)

Die Aufgabenverteilung sieht dabei wie folgt aus: CS übernimmt die Entwicklung der Aufbaulösungen, während EFA-S den Antrieb sowie die Batterien beisteuert und anschließend den Service inklusive der Wartung übernimmt. In einer gemeinsamen Pressemeldung erläutert Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S, warum sich Elektromobilität gerade bei Rettungsfahrzeugen empfiehlt. Die Wagen seien über viele Jahre im Einsatz und fahren zumeist nur kurze Strecken. Dementsprechend stellen sich wartungsarme E-Antriebe für diese hochwertigen Fahrzeuge als umso lohnenswerter heraus.

Einen Vorgeschmack auf die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen gibt es derweil schon. Im Auftrag der Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH ist ein erster Prototyp eines Ambulanzfahrzeugs entstanden. Mit einer Reichweite von rund 200 Kilometern und einer Maximalgeschwindigkeit von 120 km/h zeigt sich das Modell für den Praxiseinsatz gewappnet.