Micro Mobility Systems Elektroautos

Micro Mobility Systems Elektroautos

Das Schweizer Unternehmen Micro Mobility Systems hat sich 2015 erstmals mit der Idee auseinandergesetzt, die legendäre BMW Isetta mit elektrischem Antrieb wiederaufleben zu lassen. Drei Jahre später und durch die Mitwirkung von Studenten der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist der Microlino als serienreifes E-Auto im Kleinstformat entstanden. Es ist das erste Fahrzeug dieser Marke. Sie hat sich für die Produktion Unterstützung vom italienischen Elektromobilitäts-Pionier Tazzari geholt.

Die Philosophie der Marke Micro Mobility Systems

Inspiriert von der BMW Isetta, einem Kultfahrzeug, das seit Anfang der 1960er-Jahre nicht mehr hergestellt wird, wollte Micro Mobility Systems dieses wieder aufleben lassen. Entstehen sollte dabei keine bloße Wiederauflage, sondern ein elektrisch angetriebenes Mobil, das ein frischeres Design erhält. Das Aussehen durften dabei alle Interessenten online mitbestimmen. Die Schweizer Marke bezog dafür die Community ein, die sich unter dem Strich für acht farbliche Varianten entschieden hat. Genau diese Mitsprache stellte für Micro Mobility Systems ein wichtiges Anliegen dar.

Ursprünglich war dieses kleine E-Auto eher als Spaßfahrzeug und Marketing-Idee von Micro Mobility Systems vorgesehen. Doch schon während der Tests mit einer herkömmlichen Isetta, die über einen elektrifizierten Antrieb verfügte, erhielten die Schweizer eine enorme, sehr positive Resonanz. Nachdem vorerst die Produktion in einer maximalen Stückzahl von 500 vorgesehen war, stieg jedoch die Zahl der Reservierungen derart, dass aus einem Spaßmobil plötzlich Ernst wurde.

Als Aufgabe hatte sich Micro Mobility Systems vorgenommen, ein Fahrzeug anzubieten, das sich irgendwo zwischen einem Roller und einem Auto bewegt. Die Herstellungs- sowie die Unterhaltungskosten sollten zugleich möglichst niedrig gehalten werden. All diese Kriterien erfüllt der stadttaugliche Microlino, der das Potenzial zu einem neuen Kult-Fahrzeug mitbringt. Die Vorteile – und auch das gehört zu den Zielstellungen von Micro Mobility Systems – sind: Die absolute Kompaktheit und Wendigkeit, das emissionsfreie Fahren und zu guter Letzt auch der Spaßfaktor.

E-Auto Hersteller Micro Mobility Systems und was die Marke prägt

Wim Ouboter ist als Unternehmensgründer von Micro Mobility Systems Ideengeber und Visionär. Schon lange vor dem Microlino entwickelte er mit dem Kickboard und dem Microscooter erfolgreiche Produkte, die in mehr als 80 Länder der Welt verkauft werden. Die Idee für das E-Auto kam ihm gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Oliver und Merlin. Sie arbeiteten das Konzept des Microlino zu dritt aus.

Prägend ist hierbei auch, dass sich das Schweizer Unternehmen Unterstützung von verschiedenen Seiten geholt hat. Beispielsweise waren die Züricher Hochschule ZHAW sowie die Firma Designwerk an der Entwicklung des elektrisch angetriebenen Fahrzeugs beteiligt und führten etwa mehrere Studien durch. Ein ebenfalls ganz entscheidender Partner für Micro Mobility Systems ist das italienische Unternehmen Tazzari. Es trat bereits sehr früh mit seinem Zero, ebenfalls einem Zweisitzer mit E-Antrieb, in Erscheinung und übernimmt die Produktion des Microlino.

Nicht zuletzt sind auch die zahlreichen Unterstützer zu nennen, die dazu beigetragen haben, dass aus diesem Projekt mehr als ein bloßes Spaßmobil wurde. Viele Vorbestellungen und die Abstimmung über das finale Design sind der Anteil einer großen Community.

Innovationen und Besonderheiten der Marke Micro Mobility Systems als E-Auto Hersteller

Die Innovation, welche Micro Mobility Systems hervorgebracht hat, ist das erste und bislang einzige E-Auto der Marke. Zur Verfügung steht es in zwei Akkustärken. Die kleinere Batterie ermöglicht etwa 120 Kilometer mit einer Ladung, die größere Variante bis zu 215 Kilometer. Der Einstieg erfolgt wie bei der Isetta über die typische Frontklappe, wobei auch ein Kofferraum für kleinere Einkäufe Kapazität bietet. Der Microlino ist ein klassischer Zweisitzer und dank seiner kompakten Maße kommt er in nahezu jeder Parklücke unter – er kann schließlich auch quer platziert werden. Gerade im dicht gedrängten Stadtverkehr ist das ein willkommenes Merkmal. Die Elektro-Isetta erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern.

Die Micro Mobility Systems Unternehmensgeschichte in Fakten

  • zur Unternehmensgründung der Micro Mobility Systems AG kommt es 1996 durch Wim Ouboter
  • in den Anfangsjahren beginnt Micro Mobility Systems mit der Produktion von Kickboards und Rollern
  • erste Designkonzepte für das erste E-Auto, den Microlino, entstehen 2015
  • Micro Mobility Systems präsentiert das E-Auto erstmals auf dem Genfer Autosalon 2016
  • ebenfalls 2016 schließt Micro Mobility Systems eine Partnerschaft mit dem italienischen Hersteller Tazzari, der schon länger E-Autos anbietet
  • im Januar 2018 enthüllt Micro Mobility Systems den Microlino als Vorserienfahrzeug und beginnt in den Folgenmonaten mit der Produktion