Ein Gruß aus der Zukunft: Der Kia HabaNiro als Studie

Ein Gruß aus der Zukunft: Der Kia HabaNiro als Studie

Donnerstag, 18. April 2019

Der südkoreanische Autobauer Kia hat mit dem Soul EV und dem e-Niro bereits zwei vollelektrische Modelle im Rennen. Die beiden Stromer erfreuen sich großer Beliebtheit. Gleichzeitig bastelt das Unternehmen weiter an der Zukunft und zeigt nun ganz aktuell eine Studie für einen neuen Crossover. Der HabaNiro mag zwar noch nicht auf absehbare Zeit bei den Händlern stehen, doch die Chancen auf eine Serienproduktion stehen offenbar ganz gut.

Zugegeben: Futuristisch mutet der Stromer durchaus an, den Kia aktuell auf der New York Auto Show präsentiert. Ebenso futuristisch ist aber auch die Idee, die hinter dem HabaNiro steht. Das Unternehmen spricht von einem „Everything Car“ – übersetzt bedeutet das ungefähr so viel wie ein Auto, das wirklich alles sein kann. So soll sich das 4,4 Meter lange Modell als Fahrzeug für Pendler ebenso eignen wie für alle, die einen sportlichen Wagen wollen oder die ein Abenteuer-Mobil suchen. Außerdem soll sich das E-Auto als fahrender Arbeitsraum eignen. Anders formuliert: Die Zielgruppe ist wirklich jeder.

Kia HabaNiro Studie Elektroauto_1

Zu technischen Details äußert sich Kia nur in begrenztem Maße. In jedem Fall verfügt der HabaNiro aber über zwei Motoren und damit über jeweils einen pro Achse. Die Reichweite liegt bei mindestens 480 Kilometern. Viel entscheidender sind für den Autobauer die Fähigkeiten des Stromers. Vorgesehen ist, dass er auf Level 5 eigenständig unterwegs sein kann. Das ist die höchste Stufe des autonomen Fahrens. Demnach kann der Besitzer die Kontrolle komplett an den HabaNiro übergeben und sich auch auf längeren Strecken zurücklehnen oder mit anderen Dingen beschäftigen. Möchte er selbst das Steuer nicht in die Hand nehmen, ziehen sich das Armaturenbrett inklusive des Lenkrads ein, sodass mehr Platz im Cockpit vorhanden ist.

Platz ist auch ein gutes Stichwort: Vier Personen kommen im Elektroauto unter. Der Einstieg gelingt über gegenläufig öffnende Schmetterlings-Flügeltüren. Über die gesamte Windschutzscheibe erstreckt sich ein großzügiges Head-up-Display. Die Bedienung des Wagens erfolgt über einen interaktiven Touchscreen. Von außen verschafft sich der HabaNiro mit seinen sportlichen, 20 Zoll großen Felgen, kurzen Überhängen und einer nach oben gezogenen Front inklusive zackenförmiger LED-Bänder seinen Wiedererkennungswert. Die optische Gestaltung entstand im kalifornischen Designstudio von Kia.

Kia HabaNiro Studie Elektroauto_2
Fotos: Kia Motors (3)

Offen ist, ob es tatsächlich zur Serienproduktion kommt und wann diese starten könnte. Anhand der Namensgebung lässt sich jedoch vermuten, dass der Stromer als ein Verwandter des e-Niro angeboten wird. Das Modell ist seit diesem Jahr auf dem Markt verfügbar.