Fiat Chrysler und PSA-Konzern ziehen wohl Zusammenarbeit in Erwägung

Fiat Chrysler und PSA-Konzern ziehen wohl Zusammenarbeit in Erwägung

Dienstag, 09. April 2019

Anhand der Entwicklung der Elektromobilität zeigt sich recht plakativ, wie wichtig eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Automobilherstellern ist – auch, wenn sie vielleicht nicht zwingend dem gleichen Konzern angehören. Immer mehr Innovationen wie automatisierte Fahrfunktionen oder intelligente Assistenzsysteme sind nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern oftmals auch mit nicht unwesentlichen Kosten verbunden. Diese lassen sich jedoch durch Kooperationen auch teilen. Einen weiteren Beleg dafür könnten die PSA Group und Fiat Chrysler in Kürze liefern. Die beiden Konzerne denken offenbar über eine Partnerschaft nach, durch die in Zukunft gemeinsam E-Autos entstehen sollen.

Quelle für diese Meldung ist die Nachrichtenagentur „Bloomberg“, die sich wiederum auf Insider beruft. Zur Debatte steht eine „Super-Plattform“, eine technische Grundlage also, auf der sich gemeinsam verschiedene Fahrzeuge bauen lassen. Das beste Beispiel, wie so etwas aussehen kann, ist Volkswagen mit seinem MEB, dem Modularen E-Antriebs-Baukasten. Nicht nur VW-Modelle, sondern eben auch Stromer der Marken Seat, Skoda oder auch Audi werden diese Basis nutzen. Darüber hinaus sind die Niedersachsen inzwischen eine Partnerschaft mit dem Aachener Startup e.Go Mobile eingegangen. Auch dem noch jungen Unternehmen wird die Plattform zur Verfügung gestellt.

Fiat Concept Centoventi Elektroauto
Fotos: PSA Group / Symbolbild (oben), Fiat Concept Centoventi (unten)

Eine ganz ähnliche Kooperation bahnt sich offenbar auch zwischen PSA und Fiat Chrysler an. Es soll dabei nicht um eine allumfassende Zusammenarbeit gehen – stattdessen dürfte sie sich zunächst auf einzelne Elektroautos beschränken. Damit dämpfen die beiden möglichen Partner die entstehenden Kosten bei der Entwicklung ab. Weder seitens PSA, noch von Fiat Chrysler gibt es dazu bislang ein Statement.

Die französische PSA Group, zu der Peugeot, Citroen, DS Automobiles, Opel und Vauxhall gehören, verfügt bereits über die e-CMP-Plattform. Fiat Chrysler hat unterdessen erst kürzlich in Sachen Elektromobilität von sich reden gemacht. So gab es die Ankündigung, den beliebten Fiat 500 als elektrische Variante im nächsten Jahr zu veröffentlichen. Außerdem zeigte das Unternehmen das Concept Centoventi als modulares E-Auto mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Sofern es zu einer Zusammenarbeit beider Konzerne kommt, soll diese wohl zunächst begrenzt sein und auf mittel- oder langfristige Sicht ausgedehnt werden.