Mehr Details zum Porsche Taycan

Mehr Details zum Porsche Taycan

Freitag, 19. Juli 2019

Was im Jahr 2015 noch Zukunftsmusik war und als Fahrzeugstudie mit dem Namen Mission E begann, nimmt endgültig finale Züge an. Porsche bereitet sein erstes rein elektrisches Modell für den Marktstart vor. Noch in 2019 feiert der sportliche Stromer Premiere und dürfte spätestens Anfang 2020 die ersten Kunden erreichen. Während sich unlängst schon mehr als 20.000 Vorbesteller für den Taycan angemeldet haben, gibt es nun auch mehr technischen Einzelheiten.

Eine Leistung von über 600 PS soll in der Top-Version schlummern, die Reichweite bei gut 500 Kilometern liegen. Relativieren müssen die Zuffenhausener die Angaben zur angekündigten Ladeleistung und das sorgt derzeit für den meisten Gesprächsstoff im Zusammenhang mit dem Taycan. Bis zu 350 kW kann das Elektroauto entgegennehmen – das soll jedoch erst ab 2021 möglich sein.

Bis dahin möchte der Fahrzeugbauer das Modell nur für 250 kW freigeben. Der Grund sind schlichtweg die mangelnden Ladesäulen, die eine solche Leistung bereithalten. Hierzulande ist überhaupt erst eine Station vorhanden, die 350 kW anbietet und selbst 150 kW sind eher Mangelware. An eben solchen 150-kW-Säulen lässt sich der Taycan in rund 40 Minuten auf einen Akkustand von 80 Prozent bringen. Wenn 2021 die Spitzenladeleistung von 250 kW auf 350 kW angehoben wird, verringert sich die Wartezeit auf 14 Minuten.

Porsche Taycan Elektroauto_1
Fotos: Porsche Mediacenter (2)

Apropos Akku: Die Basis-Variante hört auf die Bezeichnung Taycan Carrera und ist mit einer 80-kWh-Batterie ausgestattet. Hier beträgt die Motorleistung 336 PS und wird ausschließlich über einen Heckantrieb bewerkstelligt. In der Ausführung Taycan Carrera 4S kommt ein 96 kWh fassender Energiespeicher unter, wobei der hier vorhandene Allradantrieb mit 435 PS aufwartet. Alle technischen Daten im Detail gibt Porsche auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September bekannt.

Bezüglich des Designs zeigt sich einmal mehr, dass ein Serienmodell oftmals gegenüber einer vorausgegangenen Studie entschärft wird. So bekommt der Taycan keine gegenläufig öffnenden Türen, wie sie der Prototyp Mission E zunächst aufwies. Sie ersetzen vier herkömmliche Fahrzeugtüren mit rahmenlosen Scheiben und B-Säulen – aus Gründen der Sicherheit und des Gewichts, wie es seitens des Herstellers heißt. Verworfen wurden auch die Kameras anstelle von Seitenspiegeln. Hier steigt Porsche ebenfalls auf die konventionelle Lösung um.

Mittlerweile kann der Taycan auf sechs Millionen Testkilometer zurückblicken, die sich auf 30 Länder verteilen. Gastiert hatte der Stromer dazu unter anderem in China, den USA, in Finnland sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dabei war er einer Temperaturspanne von minus 35 bis plus 50 Grad Celsius ausgesetzt. Außerdem liegen mehr als 100.000 Ladezyklen hinter dem E-Auto.