Mercedes hebt den Vorhang für den elektrischen Kleinbus EQV

Mercedes hebt den Vorhang für den elektrischen Kleinbus EQV

Mittwoch, 21. August 2019

Auf dem Genfer Autosalon im zurückliegenden März zeigte Mercedes Benz den Concept EQV. Wie es sich anhand der Namensgebung schon andeutet, handelte es sich vor rund einem halben Jahr noch um eine Studie. Jetzt steht die Serienversion unmittelbar bevor. Noch bevor die Internationale Automobilausstellung (IAA) am 12. September beginnt, hat der Hersteller bereits jetzt einen Ausblick auf den EQV als vollelektrischen Kleinbus gegeben.

Serienmäßig kommt der Stromer mit einer Schnellladefunktion zu seinen Käufern. Dadurch soll es möglich sein, die Batterie binnen 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent zu bringen. Mit dem Onboard-Lader ist dreiphasiges AC-Laden mit bis zu 11 kW realisierbar. Gleichstrom nimmt der E-Transporter mit bis zu 110 kW entgegen. Der EQV erhält einen 150 kW starken Motor, der dementsprechend eine Leistung von 204 PS bereitstellt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 Stundenkilometer.

Mercedes EQV Elektro Transporter_2

Aktuell geben die Stuttgarter die Reichweite noch nach dem inzwischen nicht mehr in Europa gültigen NEFZ-Wert an. Diese beträgt 405 Kilometer, dürfte sich aber mit dem WLTP-Wert reduzieren und irgendwo bei guten 300 Kilometern liegen. Dafür steckt im Mercedes EQV ein Akku mit einer Bruttokapazität von 100 kWh, von denen 90 kWh nutzbar sind. Da die Batterie im Unterboden des Fahrzeugs verbaut ist, lässt sie viel Flexibilität im Innenraum zu.

Das bringt den angenehmen Umstand mit sich, dass sich die Sitze nach Wunsch des Besitzers anordnen lassen. Es ist beispielsweise denkbar, den Elektro-Van als Sieben- oder Achtsitzer zu nutzen oder ihn als Shuttle mit vier einzelnen Plätzen im Fond zum Einsatz zu bringen. Möglich ist es aber ebenso, alle hinteren Sitze auszubauen, um auf diese Weise mehr transportieren zu können. Dazu fehlt aber bislang noch eine nicht ganz unwesentliche Angabe: Das zulässige Gesamtgewicht des Elektrofahrzeugs beträgt 3,5 Tonnen, doch das Leergewicht ist noch nicht kommuniziert worden, woraus sich die mögliche Zuladung ergibt.

Mercedes EQV Elektro Transporter_1
Fotos: Daimler Mediacenter (3)

Der Stromer verfügt über verschiedene Rekuperationsmodi, die über Schaltwippen am Lenkrad ausgewählt werden. Somit wandert ein Teil der Bremsenergie zurück in den Akku. Die Produktion des E-Transporters erfolgt im nordspanischen Vitoria. Dort entstehen außerdem der Vito und die V-Klasse. Zu welchem Preis die Großraumlimousine startet und wann sie bei den Händlern steht, gibt Mercedes vermutlich erst im Rahmen der IAA im September bekannt.