Piech Mark Zero: So schnell geladen wie getankt

Piech Mark Zero: So schnell geladen wie getankt

Mittwoch, 13. März 2019

Über die ambitionierten Pläne des jungen Unternehmens  Piëch Automotive hatten wir bereits im Vorfeld des Genfer Automobilsalons berichtet. Initiator ist Anton Piëch, der Sohn des früheren VW-Chefs Ferdinand. Mit dem Mark Zero zeigte der ambitionierte Schweizer Hersteller sein erstes Fahrzeug auf der Messe. Der Sportwagen begeistert nicht nur mit sportlichem Design, sondern auch einer rasanten Ladeleistung.

Der Piëch Mark Zero soll einer ganzen Modellfamilie vorausfahren, die das Unternehmen bis 2022 vorsieht. Angesichts der Angaben zum Fahrzeug erübrigen sich die üblichen Argumente gegen die Elektromobilität. Eine zu geringe Reichweite? Fehlanzeige, denn nach aktuell gültigem WLTP-Standard schafft der E-Sportler bis zu 500 Kilometer am Stück. Zu lange Ladezeiten? Auch diese Kritik prallt am Mark Zero ab. Tatsächlich soll es möglich sein, den Akku innerhalb von nur vier Minuten und 40 Sekunden auf einen Stand von 80 Prozent zu bringen. Viel schneller gelingt auch das Auftanken eines Verbrenners nicht.

Piech Mark Zero Elektroauto
Fotos: Piëch Automotive (2)

Realisierbar sind diese Werte, da der Schweizer Hersteller auf einen speziellen Batterie-Typ setzt. Dank der darin enthaltenen, neuartigen Zellen erwärmt sich der Energiespeicher sowohl beim Laden, als auch beim Entladen nur sehr geringfügig. Zudem bietet der Piëch Mark Zero eine hohe Rekuperationsrate – und eine sportliche Fahrleistung. In nur 3,2 Sekunden spurtet das E-Auto auf Tempo 100 und riegelt erst bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h ab. Zwei Synchronmotoren an der Hinterachse mit je 150 kW sowie ein Asynchronmotor an der Vorderachse mit weiteren 150 kW treiben den 4,43 Meter langen Zweisitzer an.

Die Marke Piëch Automotive setzt auf ein Modulares Baukastensystem. Dadurch ist es möglich, verschiedene Antriebsarten zu integrieren und auch für autonomes Fahren werden die Modelle künftig offenbar geeignet sein. Der Mark Zero soll in jedem Fall in Produktion gehen. Neben dem E-Supersportwagen stehen auch ein Viersitzer und ein sportlich ausgerichtetes SUV in der Warteschlange. Darüber hinaus könnten in weiterer Zukunft auch Cabrios und Pickups angeboten werden.