Rekord-Sprinter Usain Bolt kündigt elektrischen Stadtflitzer an

Rekord-Sprinter Usain Bolt kündigt elektrischen Stadtflitzer an

Montag, 20. Mai 2019

Nachdem wir uns heute bereits in einem Beitrag elektrisch angetriebenen Kleinstwagen und den damit verbundenen Streit zwischen Artega und Micro Mobility Systems gewidmet haben, soll es nun ein weiteres Mal um diese Fahrzeugkategorie gehen – allerdings mit durchweg positiven Schlagzeilen. Auf der VivaTech-Konferenz in Paris präsentierte der ehemalige Sprint-Star Usain Bolt einen kompakten Stromer, der im kommenden Jahr auf den Markt rollen wird.

Der Jamaikaner hatte 2017 bekanntermaßen seine Karriere als Sprinter beendet. Medienwirksam wurde später darüber berichtet, wie er sich als Fußballer, unter anderem in Australien, versuchte. Was dabei bislang weniger Beachtung erfahren hat: Bolt ist Mitgründer eines Startups, das auf den Namen Bolt Mobility getauft wurde. Bislang konzentrierte sich das Unternehmen auf Tretroller mit elektrischem Antrieb. Nun wagt der Hersteller den nächsten großen Schritt und plant ein eigenes E-Auto.

Auf dem Event in der französischen Hauptstadt trat der Ex-Athlet selbst auf und präsentierte den Nano – so soll das äußerst kompakte Modell in Zukunft heißen. Viele vergleichen es schon jetzt mit dem Renault Twizy. Parallelen zeigen sich dahingehend, dass beide Stromer sehr platzsparend konzipiert sind. Bolt Mobility erklärt, dass in einer Parklücke gleich vier Fahrzeuge dieser Art unterkommen. Eine weitere Verbindung zum Twizy ist die Tatsache, dass es zwei Sitze gibt, die hintereinander angeordnet sind. Zusätzlich bestehen Kapazitäten für etwas Gepäck wie kleinere Einkäufe.

Bolt Nano Elektroauto_1
Fotos: Bolt Mobility (2)

Sicherheit spielt gerade bei einem solchen kompakten Auto eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund ist der Nano ausgesprochen robust konzipiert und hält auch einem Seitenaufprall stand. Insgesamt vier Akkus lassen sich in den Stromer integrieren. Sie sind zudem herausnehmbar, was die Suche nach einer Ladestation erübrigt. Stattdessen kann die Batterie auch einfach mitgenommen und an einer haushaltsüblichen Steckdose geladen werden.

Ganz konkrete technische Daten sind noch nicht bekannt – dafür deutet Bolt Mobility aber an, dass das Elektroauto insbesondere für Strecken mit einer Länge von bis zu 25 Kilometern vorgesehen ist. Außerdem sind Ridesharing-Anbieter ein wichtiger Adressat. Gleichzeitig haben natürlich auch Privatpersonen die Chance, sich den Nano zu sichern. Vorbestellungen sind schon jetzt möglich. Als Preis ruft das Startup 9.999 US-Dollar auf, die umgerechnet knapp 9.000 Euro entsprechen. Ende 2020 startet die Auslieferung an Kunden in den USA. Später soll auch Kurs auf den europäischen Markt genommen werden.