Ami aus Frankreich: Citroen stellt E-Kleinstwagen vor

Ami aus Frankreich: Citroen stellt E-Kleinstwagen vor

Freitag, 28. Februar 2020

Vor ziemlich genau einem Jahr berichteten wir über den Citroen Ami Concept One. Wie sich anhand der Namensgebung schon erahnen lässt, war dieses E-Auto damals noch ein Konzeptfahrzeug. Mittlerweile hat der kompakte Zweisitzer die Serienreife erlangt, sodass der Hersteller jetzt die Produktion bekanntgeben kann. Der Ami – im Französischen bedeutet das Wort „Freund“ – darf schon ab 16 Jahren mit einem Führerschein der Klasse AM gefahren werden und kostet 6.000 Euro.

Das Elektroauto will kein ausgewachsenes Modell sein, sondern soll nach Intention von Citroen eine Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie den Zwei- und Dreirädern darstellen. Dafür bringt er eine Reichweite von bis zu 70 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h mit. Praktisch am kompakten Stromer: Er kann „wie ein Smartphone“ aufgeladen werden, wie es Citroen formuliert. Damit ist gemeint, dass sich die 5,5 kWh große Batterie an der Haushaltssteckdose innerhalb von drei Stunden mit neuer Energie versorgen lässt. An öffentlichen Ladepunkten gelingt das mit einem entsprechenden Kabel ebenfalls, jedoch nicht zügiger.

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Der Ami ist angesichts seiner Maße ein kleiner Freund – was seinem Fahrer das Einparken und Rangieren in der Stadt deutlich erleichtert. So kennzeichnet das E-Auto eine Länge von 2,41 Metern, während die Breite bei 1,39 Metern und die Höhe bei 1,52 Metern liegen. Der Wendekreis von 7,20 Metern unterstreicht das. Damit ist es Citroen gelungen, das Serienmodell gegenüber der Studie sogar noch etwas zu komprimieren. Mit seinem Akku bringt es der Ami auf ein Gesamtgewicht von 485 Kilogramm.

Der Beifahrersitz wurde einige Zentimeter nach hinten gerückt, sodass noch etwas Platz für Handgepäck zur Verfügung steht. Einige Gegenstände können zudem auf der Heckablage hinter den beiden Sitzen verstaut werden. Nicht völlig überraschend ist die Ausstattung eher spartanisch gehalten. So präsentiert das Cockpit nur die wichtigsten Anzeigen. Das Smartphone der Insassen lässt sich als Vernetzungs-Tool einsetzen. Zum Komfort des Ami gehört laut Citroen, dass die beiden Passagiere einen „geschlossenen, beheizten, hellen und rundum geschützten Innenraum“ vorfinden. Allerdings wurde auf eine Klimaanlage verzichtet.

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Fotos: Citroen (3)

Dafür erwartet die Kaufinteressenten ein denkbar günstiger Preis. In Frankreich, wo der Ami sogar schon ab 14 Jahren gefahren werden darf, ist ein Brutto-Verkaufspreis von 6.000 Euro vorgesehen. Alternativ dazu gibt es ein Leasing-Angebot für 19,99 Euro auf die Dauer von vier Jahren bei jährlich 10.000 Kilometern. Die konkrete Preisgestaltung für den deutschen Markt ist noch nicht bekannt. Allerdings soll sich der Citroen Ami hierzulande in der zweiten Jahreshälfte bestellen lassen. So günstig fällt das kompakte E-Auto unter anderem deswegen aus, da es aus vergleichsweise wenigen Teilen besteht. Zudem ist es weitgehend symmetrisch, sodass einige Komponenten der Front identisch für das Heck sind, was den Aufwand bei der Produktion reduziert. Neben Privatpersonen gehören natürlich auch Carsharing-Anbieter zur Zielgruppe des Citroen Ami.